Farbenprächtige Federboas zieren die Hälse mancher Gäste, während die glitzernden Paillettenkleider im Scheinwerferlicht funkeln. Ganz nach Manier der Zwanzigerjahre haben sich manche Besucher für die zweite Electro Swing Party in Schale geworfen. Da darf es auch nicht an goldenen Stirnbändern fehlen, die mit Pfauenfedern das Haupt schmücken.

Keine Musik für ruhige Gemüter

Der Raum ist abgedunkelt, von der Decke baumeln zahllose alte Schalplatten, die im Lichterspiel aus rot und grün hin und her baumeln. Electro Swing ist nichts für ruhige Gemüter, die noch junge Musikrichtung kombiniert die Rhythmen und Melodien von Swing mit elektronischen Klängen und Beats.

Die Basslinien verstärken den Rhythmus und animieren sofort zum Tanzen. Electro Swing ist auch nichts für eng umschlungene Tänze – und nur etwas mit den Füssen wippen, geht gar nicht: Dieser Tanz verlangt Körpereinsatz.

Junges und humorvolles Publikum

Rund 200 Leute zieht die Veranstaltung an. Während einige die Tanzfläche in Beschlag nehmen, stehen andere draussen in der Kälte. Vielleicht liegt es daran, dass sich bei der lauten Musik keine Unterhaltungen ergeben. Und manch ein Raucher hält es nicht sehr lange ohne Zigarette aus.

Da fällt es nicht allen Gästen auf, wenn dem DJ mal eine technische Panne widerfährt. Rund fünf Minuten verstummen die Lautsprecher. Bevor das Programm weiter gehen kann, ertönt übergangsmässig Zirkusmusik, was bei vielen Gästen mit Humor aufgenommen wird. Mit einem Lächeln im Gesicht wird weiter getanzt – auch wenn es zwischenzeitlich mal weniger nach Swing klingt.