Klopf, klopf. «Ist da jemand Zuhause?» «Ja, Samichlaus, komm einfach herein, noch ist unser Restaurant geöffnet.» «Markus Friedli, was musste ich da vernehmen! Du und Deine Frau Rosmarie wollen die «Täfern» per Ende nächstes Jahr einfach so schliessen? Da hat der Samichlaus überhaupt keine Freude. Denn wo kann er sich künftig mit seinen Schmutzlis nach getaner Arbeit einen Absacker gönnen?»

Apropos gönnen: «Thierry Burkart: Du hast noch nicht mal richtig begonnen zu arbeiten an deiner neuen Stelle im az-Hochhaus, da hast Du Dir schon Ferien im entfernten Chile gegönnt. Wie ich vernommen habe, warst Du dort nicht alleine, sondern bist, wie du den Medien erzählt hast, rein kollegial mit Nationalratskollegin Natalie Rickli nur wandern gegangen. Da glaub ich doch eher an den Samichlaus! Jetzt überrascht mich auch deine stramm rechte Position nicht mehr.»

«Ferien bringen mich zum nächsten Stichwort, lieber Reto Schmid. Ich habe schon etwas die Stirn gerunzelt: Da musstest Du das Ende des traditionsreichen Möbelhauses Form+Wohnen bekannt geben, um nur wenige Wochen später mit Deiner Familie auf Mauritius Ferien zu verbringen. Nun, verboten ist das nicht. Genau so wenig wie das Fischen. Doch es ist so, wie allgemein im Leben: Wenn man einen grossen Fisch herauszieht, dann sollte man das nicht noch der ganzen Facebook-Welt mitteilen, vor allem wenn es sich um eine geschützte Hai-Art handelt. Wer mit dem Stadtammann-Amt liebäugelt, sollte doch etwas sensibler in der Sache sein, findet der Samichlaus.»

In Sachen sensibel: «Lieber Valentin Schmid. Du hast aus einem Frust heraus gesagt, Du und der Spreitenbacher Gemeinderat würden Anfragen der Redaktion nur noch schriftlich beantworten. Das findet nicht nur der Samichlaus sehr schlecht. Auch viele Spreitenbacher hätten damit Mühe, wenn Sie deswegen aus der Zeitung nichts über ihr Dorf erfahren würden.»

«Oft in der Zeitung warst Du, lieber Corti, oder Daniel Cortellini mit bürgerlichem Namen, und das findet der Samichlaus sehr gut. Mit Deinen immer etwas queren und originellen Ideen unterhältst du die Leser und bereicherst die anstehende Badenfahrt. Dass das Komitee dies etwas differenzierter sieht, kann ich sogar verstehen, ist es doch bestimmt nicht ganz einfach, mit deinem Tempo und deiner Improvisationsgabe mitzuhalten.

Zur Badenfahrt: «Adi Hirzel, Du bist ja der Präsi des Badenfahrts-OK. Du und das OK, ihr macht einen guten Job, findet der Samichlaus. Doch das mit diesen Bändeli als Ersatz für die – zugegebenermassen vielleicht etwas altmodischen – Plaketten, das freut mich gar nicht. Wie konntet ihr im Komitee nur auf eine solche einfallslose Furzidee kommen? Und als der Samichlaus ein Bändeli voller Vorfreude auf das Fest ausprobieren wollte, riss es bereits beim Anziehen. Ich hoffe für dich, es gibt keinen Skandal!»

«Wenn es auch nicht ein Skandal ist, so muss ich mit dir, liebe Susanne Voser, doch ein bisschen schimpfen. Du warst am Grossrats-Wahlsonntag partout nicht erreichbar für die Journalisten, dabei bist du ja CVP-Bezirksparteipräsidentin. Und vor allem hättest Du doch allen Grund dazu gehabt, ans Telefon zu gehen, wurdest Du doch frisch in den Grossen Rat gewählt, worüber sich der Samichlaus dennoch gefreut hat.»

«Ja, freuen tut sich der Samichlaus auch, weil das Bäderprojekt in die entscheidende Phase geht. Im Frühling sollen die Bagger auffahren. Benno Zehnder, Du hast sehr viel Ausdauer, Energie – und auch Geld – in dieses Projekt gesteckt und nie aufgegeben, das freut den Samichlaus. Ich hoffe, dass jetzt du, Stephan Güntensperger, mit ebenso viel Biss weiterfährt. Da wird dir der Badener Bauvorsteher Schneidi sicher behilflich sein, möchte doch der CVP-Vizeammann Markus Schneider dereinst als Stadtammann mit dir einen Köpfler ins neu eröffnete Botta-Bad tun.»

«Aufgeben tust auch du nicht, lieber Bruno Gretener. Schon so lange wartest du als Mellinger Stadtammann auf die Umfahrung deines schönen Städtchens an der Reuss. Und doch strahlst du Zuversicht und Optimismus aus, wenn du auf dieses Projekt angesprochen wirst – Chapeau!»

«Behalte auch du, lieber Pius Graf, diese Zuversicht. Du hast den Mättelisteg von deiner Gemeinde Ennetbaden genehmigen lassen, obschon Baden kläglich Nein gesagt hat und Obersiggenthal zu feige war, darüber zu befinden. Es wird schon gut kommen.»

«Regula Dell’Anno, mit Dir muss ich doch ein ernstes Wort reden. Mir ist zu Ohren gekommen, dass in Baden Sozialhilfeleistungen gezahlt werden, während deren Empfänger gleich in mehreren Autos durch die Badener Quartierstrassen kurven, das gefällt mir gar nicht. Du müsstest als Stadträtin doch wissen, dass das Geld knapp ist.»

«Das sagst auch du, lieber Geri Müller. Der Samichlaus ist aber sehr erstaunt, dass du mit Optima überall in der Verwaltung sparen willst, nur nicht bei deinem eigenen grosszügigen Lohn. Der Samichlaus hätte es begrüsst, wenn du als Vorbild bereit gewesen wärst, einen Sparbeitrag zu leisten.»

«Markus Dieth, du bist ja quasi das Wettinger Pendant zu Geri Müller. Gratuliere zu Deiner Wahl in den Regierungsrat. Ich muss Dich einfach warnen. Ich habe vernehmen müssen, dass Du Deine Zeit lieber mit Klavierspielen, Hunde-Spaziergang und Joggen statt mit Aktenstudium verbringst. Als Regierungsrat ist es dann mit diesem Lotterleben definitiv vorbei, nur auf deine Figur musst dann schon achten.»

«Und wenn wir gleich bei der Musik sind. Wenigstens einer glaubt noch an die Stadt Baden. Der Samichlaus hat sich sehr über Deine Hymne an die Bäderstadt gefreut, Adi Stern. Ich hoffe, dass bei den Wahlen im Herbst 2017 deine förderlichen Gedanken vom Stimmvolk aufgenommen werden.»

«Den Glauben an den FC Baden hingegen, lieber Thomi Bräm, den haben wir trotz aller zwischenzeitlichen, kurzen Hochs verloren. Zum wiederholten Mal hat es der einstige Nationalliga-Club verpasst, dorthin zurückzukehren, wo er hingehört. Wenn du jetzt die Fitze nicht endlich gebrauchst, dann müssen wir diese nächstes Jahr bei dir verwenden.»

«Die Fitze hätte ich beinahe bei dir hervorgeholt, lieber Jonas Fricker. Musste ich doch mir im letzten Frühling die Augen reiben. Du als neuer Nationalrat bist an der ersten Sitzung im grauen Pullöverli erschienen. Wegen Deiner Kinder, der Wäsche und dem Stress hättest du das Jackett schlicht vergessen, war deine Begründung. Der Samichlaus ist auch immer im Stress. Doch habe ich schon einmal mein rotes Gewand vergessen?»

«Gar keine Freude hatte ich an den Gemeinderatswahlen in Bad Zurzach, weil Du Franz Nebel, als Präsident der FDP-Ortspartei fandest, die beiden Anwärter können nicht gut genug rechnen. Überhaupt ist das so eine Sache, wenn alt gediente Politiker meinen, sich noch einbringen zu müssen. Liebe Christine Egerszegi, du bist jetzt wirklich nicht mehr Ständerätin. Auch wenn ich als Samichlaus Verständnis habe für deine Partei-Schelte, so lass doch künftig Politik Politik sein – du hast ja jetzt gesehen, dass es ohnehin nicht besser kommt.»

«Damit es besser kommt in der Region, hoffen wir auf dich, lieber Roli Kuster. Als baldiger Wettinger Gemeindeammann hast du es – nachdem das dein Vorgänger verpasst hatte – in der Hand, endlich zur Übernahme der Stadt Baden anzusetzen.