Ehrendingen
Wie soll die Gemeinde Ehrendingen 2030 aussehen?

Beim zweiten Treffen zur Zukunft der Gemeinde Ehrendingen soll nun die Spreuz vom Weizen getrennt, und Ideen formuliert werden. Denn die Gemeinde ist in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen.

Pirmin Kramer
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Einwohner diskutieren über die Zukunft der Gemeinde Ehrendingen. (LP)

Einwohner diskutieren über die Zukunft der Gemeinde Ehrendingen. (LP)

AZ

Wie stark Ehrendingen in den letzten Jahren gewachsen ist, zeigen die Zahlen des aargauischen statistischen Jahrbuches. Kantonsweit nahm die Einwohnerzahl seit dem Jahr 2000 um rund 11 Prozent zu - in Ehrendingen stieg sie um 27 Prozent an. Wenn sich kommende Woche Gemeinderat und Einwohner treffen, um über die Zukunft Ehrendinges zu diskutieren, werden Lösungen für dieses starke Wachstum gesucht.
Der erste Teil der Zukunftswerkstatt fand im November statt. Damals hätten Bürger auch futuristische Ideen präsentiert, sagt Gemeindeammann Renato Sinelli. Diskutiert wurde etwa die Idee einer Untergrundbahn nach Baden. «Beim zweiten Treffen sollen nun die Spreu vom Weizen getrennt, und Ideen formuliert werden, welche der Gemeinderat in die Zonenplanrevision und ins Leitbild einfliessen lassen kann.»
Die Leitgedanken des ersten Treffens deuten darauf hin, dass dringende Wünsche der Einwohner eine Folge des Wachstums sind. Eine Sporthalle, Verkehrsentlastung und ein regionales Einkaufszentrum stehen weit oben auf der Wunschliste. «Früher oder später benötigen wir mit Sicherheit eine neue Sporthalle», sagt Sinelli. Der Gemeinderat werde sich fragen müssen, ob diese Halle im Alleingang auf Ehrendinger Boden oder aber in Zusammenarbeit mit der Region errichtet werden soll.
Veränderungen wünschen die Ehrendinger beim Verkehr im Dorf, wie eine Befragung an der ersten Zusammenkunft ergab. Der Gemeinderat müsse in erster Linie Lösungen finden, um den Verkehr im Dorfinneren zu reduzieren, glaubt Sinelli. Der Verkehr auf der Kantonsstrasse sei kaum Kritikpunkt.
Einkaufszentrum erwünscht
Ein regionales Einkaufszentrum wäre wünschenswert, diese Meinung teilt Sinelli mit den Teilnehmern der ersten Zukunftswerkstatt. Der einzige Grossverteiler im Dorf stosse an seine Grenzen. «Idealer Ort für ein Einkaufszentrum wäre die Tiefenwaag, dort könnten auch Surbtaler oder Wehntaler profitieren.»
Das Wachstum bringe Herausforderungen mit sich, es zu stoppen, wäre aber ein Fehler, glaubt Sinelli. «Wïr müssen qualitativ statt quantitativ wachsen und bei der Zonenplanrevision innovative Lösungen anstreben.» In gewissen Zonen soll in die Höhe gebaut werden können, so die Vision des Ammanns. «Beim Restaurant Höhtal könnte man beispielsweise ein Hochhaus bauen - man könnte über die Stadt Baden und bis nach Zürich blicken.» Ob diese Vision Sinellis weiterverfolgt wird, können die Einwohner an der Zukunftswerkstatt mitbestimmen.
Zukunftswerkstatt II , 9. März, Turnhalle Lägernbreite. Anmeldung erforderlich - in Gemeindehäusern oder im Internet.

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