Wildwuchs

Wieviele Wahlplakate stehen wohl zwischen Untersiggenthal und Baden?

Der Wildwuchs an Wahlplakaten entlang der Kantonsstrassen hat ein Ausmass erreicht, wie noch nie zuvor. Obschon die Parteisekretariate mit Merkblättern versorgt wurden, ist ein grosser Teil der zahlreichen Plakate nicht gesetzeskonform aufgehängt.

Gemäss Einschätzung der Abteilung Baubewilligung des Kantons befindet sich jedes dritte Wahlplakat ausserhalb der erlaubten Zone. Man wolle zwar nicht kleinlich sein, doch würde man bei krassen Verstössen einschreiten und die Plakate entfernen, sagt Martin Zulauf, Chef der Stadtpolizei Baden. So sind vermehrt schon Plakate in Verkehrskreiseln entfernt worden.

Die Stadtpolizei macht kurzen Prozess und entsorgt die Plakate samt Stände bei ihrem Depot in der Sonnmatt. Der Aufwand, bis man die Plakatsünder ausfindig gemacht hat, sei zu gross, heisst es bei der Polizei. Trotz dem zusätzlichen Aufwand sei man jedoch nicht kleinlich und schreite nicht ein, wenn es nur um Zentimeter gehe.

Gemeindeammann Max Läng konstatiert auch auf seinem Gemeindegebiet eine massive Zunahme an Wahlplakaten. Man solle etwas grosszügig sein und im Rahmen des Tolerierbaren auch ein Auge zudrücken können, sagt Läng. Letztlich gehe es hier auch um ein Mittel der Demokratie. Ausserdem sei dieser Zustand auf zwei Monate begrenzt, so Läng. Auf einem andern Blatt stehe jedoch, wer bis wann nach den Wahlen die Plakate auch wieder entfernt habe.

Bei der Regionalpolizei in Untersiggenthal gehen auch immer wieder Meldungen über vorschriftswidrig platzierte Plakate ein. Dann würde kontrolliert und allenfalls eingeschritten. Hingegen würden dieses Jahr kaum Meldungen über beschädigte Plakate eingehen, bestätigen die Polizeistellen. (-rr-)

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