Bellikon

Wilde Orchideen blühen hier auf den Dächern

Das Fuchsens Knabenkraut (links) ist heller als das Fleischfarbene.

Das Fuchsens Knabenkraut (links) ist heller als das Fleischfarbene.

Acht einheimische Sorten haben sich bei der Rehaklinik Bellikon angesiedelt – darunter auch ganz rare Exemplare.

Vom Winde verweht gelangen die Samen wild wachsender Orchideen nach Bellikon. Acht verschiedene Sorten haben sich während der letzten 12 Jahre auf den Dächern und im Gelände der Rehaklinik angesiedelt und sich seither prächtig vermehrt: 1500 Blütenstände hat der Landschaftsgärtner Konrad Wiederkehr in den letzten Tagen allein auf den drei Dächern gezählt.

Das sagt Landschaftsgärtner Konrad Wiederkehr über das Grosse Zweiblatt.

Das sagt Landschaftsgärtner Konrad Wiederkehr über das Grosse Zweiblatt.

Unter den wilden Blumen der Familie «Orchidaceae» befinden sich Raritäten wie der Herbstdrehwurz, der seine Blüte aber erst im August öffnet. «Dieser Orchidee gefällt es bei uns besonders gut. Letztes Jahr zählte ich 3500 Blüten», freut sich Wiederkehr. In der Hauptblüte sind das Fleischfarbene und das Fuchsens Knabenkraut, das Weisse Waldvögelchen und das Grosse Zweiblatt. Wer sich nicht auskennt, wird die Orchideen kaum entdecken. Selbst Wiederkehr stiess teils erst beim Jäten auf die Prachtexemplare, «die mein Herz höher schlagen lassen». Interessiert an den Orchideen ist auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Neulich wurde für eine Studie ein zwei Quadratmeter grosses Stück Boden mit Blüten entfernt. Doch das Vermehren und Aussetzen dieser Blumen ist kein leichtes Unterfangen. «Die Orchideen brauchen einen Pilz im Boden, damit der Samen überhaupt keimt», erklärt Wiederkehr. In der Natur Bellikons ist dies offensichtlich kein Problem.

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