Baden
Winterdorf soll noch schöner werden

Die Weihnachtszeit auf dem Badener Bahnhofplatz endete gestern. Für nächstes Jahr gibt es bereits neue Ideen.

Sabina Galbiati
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Ein einsamer Besucher hält der eisigen Kälte an einem Abend zwischen Weihnachten und Neujahr stand – nicht zuletzt dank der Feuerstelle vor der Fondue-Hütte. zvg

Ein einsamer Besucher hält der eisigen Kälte an einem Abend zwischen Weihnachten und Neujahr stand – nicht zuletzt dank der Feuerstelle vor der Fondue-Hütte. zvg

ZVG

Das Fondue ist gegessen, das Feuer erloschen, der Glühwein getrunken. Gestern endete mit der «Uschratzete» in der Fondue-Hütte eine weitere Saison «Winterzauber» auf dem unteren Bahnhofplatz. Lorenz Humbel, der die Fondue-Hütte und den Brennerschopf betreibt, zieht Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden mit der diesjährigen Saison», sagt er. Mehr Gäste als erwartet seien zum Fondue essen in die Hütte gekommen. Die Investition in eine grössere Küche hat sich offensichtlich gelohnt. «Wir konnten unseren Gästen einen schnelleren Service bieten.» Das warme und trockene Wetter in den ersten Wochen liess auch den Umsatz des Brennerschopfs steigen. «Es sind mehr Leute gekommen, die dann auch länger bei uns verweilten, Glühwein tranken oder über dem Feuer eine Wurst grillierten», sagt er.

Feuerstelle im Brunnen

Doch Humbel sieht durchaus noch Verbesserungspotenzial für das Winterdorf, zu dem die Fondue-Hütte, der Brennerschopf und die Feuerstelle mit Tannenwald gehören. An einigen Tagen lag in den frühen Morgenstunden arg viel Abfall rund um das Dorf und insbesondere bei der Feuerstelle (das Badener Tagblatt berichtete). Ein Mal verbrannte jemand sogar den Abfall in den Säcken in der Feuerstelle.

«Dass die Leute für ihren Abfall keine Mülleimer benutzen, ärgert uns», sagt er. «Wir können und wollen aber niemanden wegschicken.» Erstens sei der Platz öffentlich und zweitens solle sich von der Familie über Jugendliche bis hin zur Seniorin jeder wohlfühlen an der Feuerstelle. Humbel gibt sich pragmatisch: «Wir müssen das Problem angehen.» Für eine Lösung will er sich mit den Parteien zusammensetzen, die am Winterdorf beteiligt sind. Dazu gehören der Handels- und Gewerbeverein City Com Baden, die Stadt und das Sozialwerk Hope.

Zudem spielt Humbel mit dem Gedanken, die Feuerstelle zu verlegen. Das habe aber nichts mit dem Abfallproblem zutun, schliesst er gleich an. Die Feuerstelle soll noch schöner werden. «Wir wollen die alten Bänke durch neue und bessere ersetzen und die Feuerstelle, falls möglich, im Brunnen installieren», sagt Humbel. Zuerst müsse man aber mit der Stadt abklären, ob das möglich sei und wenn nicht, welche anderen Möglichkeiten es gibt.

Mehr WCs, aber kein Wasser

Angesprochen auf die ungemütlichen Toi-Toi-WCs, die manchem Besucher in den kalten Wintertagen eher Tortur als Erleichterung verschafften, zeigt sich Humbel selbstkritisch. «Wir kennen das Problem und haben auch schon nach einer besseren Lösung gesucht». Doch das sei nicht einfach, weil alle anderen WC-Varianten mit Wasser funktionieren und dieses gefrieren könnte. «Da bräuchte es Abläufe, doch die liegen nicht in unmittelbarer Nähe zur Hütte», erklärt er. Die Besucher müssen sich auch nächstes Jahr noch gedulden. «Aber wir werden ein bis zwei WCs zusätzlich hinstellen, weil es dieses Jahr zu wenige waren.»