Baden
Wintersportgeschäft läuft, wenn auch nicht überall

Die befragten Sportgeschäfte in Baden bekommen kurz vor den Ferien den schwachen Euro und den späten Schnee zu spüren. Das Geschäft läuft teilweise schleppend.

Carolin Frei (Text und Fotos)
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Die 8-jährige Talma wird beim Probieren der Snowboard-Schuhe von Silvan Baer betreut.

Die 8-jährige Talma wird beim Probieren der Snowboard-Schuhe von Silvan Baer betreut.

«Normalerweise muss man für einen Standard-Service drei Tage rechnen», sagt Reto Avigni von Rent and Service im Trafo Baden. Das dürfte für den einen oder anderen Wintersportler, so kurz vor den Sportferien, knapp werden. «Deshalb bieten wir, gegen einen Aufpreis, auch einen 24-Stunden-Express-Service an», sagt er.

Bei Rent and Service steht das Mietgeschäft im Vordergrund, angefangen von Skiern und Boards über Schuhe und Schneeschuhe bis hin zu der ganzen Palette an Tourenmaterial. «Helme werden aus hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen nur verkauft und nicht vermietet», betont Avigni.

Starker Franken und später Schnee

Total im Trend sind der Rocker- und Freestyle-Ski. Sie überzeugen durch breitere Gleitflächen. Das Geschäft laufe, könnte aber besser sein. Das es etwas verhalten startete, läge wohl am Schnee, der spät kam und am starken Schweizer Franken. Das werde den einen oder anderen veranlassen, sich ennet der Grenze einzudecken, so Avigni. Silvana Biedermann, Inhaberin von Gecko Sport in Baden: «Wir sind mit den Zahlen sehr zufrieden, auch wenn der grosse Boom wie vor 15 Jahren Vergangenheit ist und wir den schwachen Euro zu spüren bekommen.»

Er hat sich dem Verkauf von Snowboards und Zubehör verschrieben hat. Der Verkauf ist das Hauptgeschäft, Gecko Sport vermietet die Boards aber auch. Ein Renner ist das Rockerboard, das heuer in seine dritte Saison startet. Es ist vor allem bei Einsteigern sowie Kindern beliebt, da es drehfreudiger und fehlerverzeihender ist. «Diesen Winter geht es bei der Bekleidung bunt zu und her, Colorblock ist momentan total im Trend», weiss Biedermann.

Langlaufsport ist «in»

Wie jedes Jahr kommen die meisten Kunden kurzfristig, um sich für die Winterferien zu rüsten, sagt Biedermann. Da dürfe es nicht überraschen, wenn die Auswahl bei einzelnen Segmenten nicht mehr allzu üppig sei. Urs Grieder, Geschäftsführer von Marka Sport in Baden: «Bei uns kommen viele Kunden schon im November, um sich neu auszurüsten.» Nur wenige, vor allem jüngere, seien sehr spontan und kämen kurzfristig.

Der Langlaufsport rücke dank Dario Cologna immer mehr ins Interesse der Wintersportler. Die Raserei auf den Pisten und das lange Anstehen an den Liften würden dazu beitragen, dass einige auf die Langlaufski umschwenken werden. An seinem Geschäft gehe die Eurokrise ohne Einbussen vorbei. «Der Langlaufkunde ist ein treuer Kunde.»