Mit der gestrigen Uslumpete in der Badener Innenstadt ist eine schöne Fasnacht 2016 zu Ende gegangen. Gewisse Abstriche macht zwar das OK Badener Fasnacht. «Die Fasnacht wurde schon immer vom Wetter und von den Sportferien mitbestimmt», schickt Brödlimeister Bernhard Schmid voraus. Darum seien der gut besuchte Füdlibürger-Prozess zum verregneten Fasnachtsauftakt sowie die Fasnacht insgesamt positiv zu werten, sagt Schmid.

Etwas kritisch begegnet der Brödlimeister der Entwicklung bei den Schnitzelbänken. Kreativität und Musikalität würden zwar stimmen und verschiedene Darbietungen kamen beim Publikum sehr gut an. «Doch die reinen Schnitzelbänke mit stimmigem Versmass und überraschenden Pointen sind rarer», deutet er an.

Schmid kann sich vorstellen, dass solche Darbietungen gute Chancen auf Preisgelder hätten. «Wir könnten damit für die Fasnächtler Anreize schaffen.»

Die Spanischbrödlizunft führt an jeder Fasnacht, teilweise unterstützt durch externe Juroren, eine Rangierung durch, und diese bestätigte in den vergangenen Jahren den leichten Abwärtstrend, was die närrische Qualität anbetrifft.

Die Auswertung für dieses Jahr steht noch aus. Für den Brödlimeister ist klar: «Der Aufwand, den die Gruppen betreiben, ist gross und verdient Respekt.

Mit etwas sprachkundiger Unterstützung könnten viele ein spürbar höheres Qualitätsniveau erreichen.» Das Niveau verzeichnete auch bei den Bällen leichten Abwärtstrend. Fast keine Vollmasken und nur wenige aufwendig umgesetzte Sujets prägten das Bild bei den Jurierungen.

Die zahlreichen Sujets am Umzug und eine lebendige Strassenfasnacht, an der wieder einige kleine Gruppen aktiv für Betrieb sorgten, sind für Schmid Highlights der diesjährigen Badener Fasnacht, aber auch Guggen wie die Bloser Clique und die Wasserschlossfäger in Hochform.
Mit dem Aschermittwoch wandern nun Instrumente und Masken in die Mottenkiste. Der nächste Schmutzige Donnerstag ist am 23. Februar 2017.