«Wir stehen immer stärker in Konkurrenz mit anderen Heimen, deshalb müssen wir uns professionalisieren», sagt Raymond Picard, Verwaltungsratspräsident der St. Bernhard AG. Das geschieht, so Picard: «Im Interesse der Bewohner.» Die St. Bernhard AG betreibt das Alterszentrum am Lägernhang (siehe Text unten). Die Professionalisierung habe zu einigen Wechseln beim Personal geführt: «Die Mehrheit will jedoch die Neuerungen und ist trotz Turbulenzen bei uns geblieben.» Die bisher dreiköpfige Geschäftsleitung wurde durch eine neue Geschäftsleitung ersetzt. «Die fünf Bereichsleiter sind der Geschäftsleiterin

Bernadette Flükiger unterstellt», sagt Picard. Flückiger, wohnhaft in Oberhofen am Thunersee, hat die Stelle in Wettingen im November 2012 angetreten. Die Bereiche sind: Pflege und Betreuung, Hauswirtschaft, Küche, Technischer Dienst sowie Aktivierung. «Bei den neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir auf gute Ausbildung und Erfahrung geachtet», sagt Flükiger.

Eine Strategie wird entwickelt

Nach Aussen getragen wird der Aufbruch mit einem neuen Logo und der Bezeichnung Alterszentrum statt wie bisher Alters- und Pflegeheim. «Zusammen mit einem externen Berater sind wir daran, eine neue Strategie zu entwickeln», sagt Flükiger. Sie kann sich vorstellen, dass im St. Bernhard eine

Wie Remy Picard mit dem Pflegezentrum St. Bernhard konkurrenzfähig bleiben will.

Remy Picard zur Zukunft des St. Bernhard

Demenzabteilung oder eine Tagesbetreuung eingerichtet wird: «Aber alles ist erst angedacht.» Neben dem Zentrum am Lägernhang, mit 103 Betten, bietet das St. Bernhard noch je 8 Betten in den Pflegewohnungen Bernau und Klosterbrühl. «Wir beabsichtigen zwei neue Pflegewohnungen in der geplanten Überbauung Langäcker der Gemeinnützigen Gesellschaft Wettingen einzurichten», sagt Picard. Vorerst wird aber im Heim am Lägernhang gebaut. «Wir werden 5 bis 6 Millionen Franken investieren», sagt Picard. Betreut werden die Bewohner durch 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich rund 95 vollstellen teilen.

Ein neuer Raum der Stille

Am 14. Februar hat Bischofsvikar Christoph Sterkman die Reliquie aus dem Altar der Kapelle St. Bernhard entnommen und später die Erlaubnis zur Profanierung der Kapelle gegeben. «Als Ersatz richten wir einen Raum der Stille ein», sagt Picard und er ergänzt: «Weiterhin sind Messen in Haus möglich.»