Untersiggenthal
«Wir müssen rennen, wenn wir die Strasse mit dem Kinderwagen überqueren»

Ein Quartierbewohner aus Untersiggenthal wünscht sich zusätzliche Fussgängerstreifen über die Landstrasse.

Carla Stampfli
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Fussgänger sind beim Queren der Landstrasse, auf der Höhe Güterweg (r.), nicht begleitet.

Fussgänger sind beim Queren der Landstrasse, auf der Höhe Güterweg (r.), nicht begleitet.

Carla Stampfli

Die Landstrasse in Untersiggenthal ist von morgens bis abends stark befahren. Kein Wunder, ist sie doch die Hauptroute für jene, die von Baden nach Würenlingen oder weiter ins untere Aaretal gelangen wollen – und umgekehrt.

Wer auf der Dorfseite wohnt und im Naherholungsgebiet bei der Limmat, im Bereich Höhenweg, spazieren gehen will, der muss zwingend die Landstrasse überqueren. Doch: «Der Fussgänger in Richtung Höhenweg oder Richtung Fluss ist nur am Kreisel beim Mühleweg verkehrsmässig begleitet», schreibt Igor Garcia auf der neuen Online-Plattform petitio.ch. Wer aber weiter Richtung Würenlingen wohnt, der finde keinen Fussgängerstreifen oder sonstige Möglichkeiten, um die Landstrasse sicher zu überqueren.

Nach Güterweg beginnt Tempo 80

«Jedes Mal, wenn wir vom Güterweg her an die Limmat oder zum Höhenweg wollen, müssen wir mit dem Kinderwagen über die Landstrasse rennen», präzisiert Garcia auf Anfrage. «Bei der Kreuzung Güterweg/Landstrasse kann zwar noch mit 50 km/h gefahren werden, doch wenige Meter weiter beginnt bereits Tempo 80», sagt der zweifache Familienvater. Er würde sich deshalb einen Zebrastreifen auf der Höhe des Güterwegs oder bei den beiden anderen Kreuzungen, die weiter Richtung Würenlingen liegen – Dorrer-/Landstrasse sowie Dorf-/Landstrasse –, wünschen. Dort sei es besonders gefährlich, zumal im Bereich der beiden Kreuzungen Tempo 80 gilt. Doch es müsse nicht zwingend ein Zebrastreifen sein: «Auch eine Verkehrsinsel würde helfen, damit Fussgänger gefahrlos über die Landstrasse gelangen», sagt Garcia.

Im Quartier sei es oft ein Thema

Die fehlenden Fussgängerquerungen seien oft Thema bei den Quartierbewohnern. Sei doch ein Spaziergang auf der Rebbergstrasse, die auf der Dorfseite liegt, und eine anschliessende Schlaufe auf dem Höhenweg bei der Limmat sehr beliebt. Sein Anliegen hat Igor Garcia der Gemeinde schon länger einmal schildern wollen, jedoch habe ihm einfach die Zeit gefehlt. «Als ich die neue Online-Plattform entdeckt habe, dachte ich, meinen Wunsch hier zu äussern. Einen Versuch ist es wert, statt sich immer nur darüber zu ärgern», sagt der Untersiggenthaler.

Derzeit unterstützen 55 Personen sein Anliegen – 200 müssen es sein, damit die Petition eingereicht wird. Garcia hofft, dass sich bis Ende Januar genügend Supporter finden lassen. «Es wäre toll, wenn es neben dem Kreisel beim Mühleweg weitere Möglichkeiten gäbe, die verkehrsreiche Landstrasse sicher zu überqueren.»