Dietikon/Spreitenbach
Wird der Bruno-Weber-Park bereits Anfang April 2015 wieder eröffnet?

Mitte Oktober dieses Jahr schloss der Bruno-Weber-Park in Dietikon/Spreitenbach. Nun könnte er schon bald wieder aufgehen. Anscheinend wurde ein Geldgeber gefunden, der die dringend nötigen Sanierungen finanzieren will.

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Bruno Weber Park - A bis Z
21 Bilder
Wasserspiele im Bruno-Weber-Park.
Bruno-Weber-Park.
Der Delphinbrunnen.
Bruno Weber Frosch.
Das schwarze Huhn.
Gesicht der bösen Stühle.
Auf dem Weg durch den Wald trifft man auf verschiedenste Gestalten.
Jede Figur verkörpert ihren eigenen Charakter.
Die Alphorn-Skulptur.
Hier nahm alles seinen Anfang: Im Schuppen, welcher Webers Atelier wurde.
Eingangstor zum Park.

Bruno Weber Park - A bis Z

SEVERIN BIGLER

Die Petition mit 11'000 Unterschriften für den Bruno-Weber-Park in Dietikon/Spreitenbach scheint ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben: Anscheinend wurde ein Geldgeber gefunden, der eine gewisse Summe gesponsert hat, wie «Radio Argovia» berichtet. Der am 20. Oktober geschlossene Park soll daher schon am 4. April 2015 wieder aufgehen. Dies habe Maria Anna Weber, die Frau des 2011 verstorbenen Künstler, an einem internen Weihnachtsfest erklärt. Sie selbst will aber die Meldung gegenüber dem Regionalradio nicht bestätigen. Auch Stiftungsratspräsidentin Isabelle Cart will sich dazu nicht äussern. Sie verweist auf einen Medientermin Mitte Januar. Auch auf der offiziellen Homepage des Parks findet sich nur diese Info.

SP-Grossrat Martin Christen aus Spreitenbach, der die Petition lanciert hat, würde sich über eine Wiedereröffnung freuen: "Für mich ist es wichtig, dass der Park erhalten bleibt, vor allem weil er eine grosse internationale künstlerische Bedeutung hat." Er hätte Bruno Weber 30 Jahre lang gekannt und die beiden Töchter Webers seien bei ihm zur Schule gegangen.

Erst Mitte Oktober schloss der Skulpturenpark seine Türen, dies beschloss die Aargauer Stiftungsaufsicht im August, als klar wurde, wie gross der Investitions- und Sanierungsbedarf war. Bereits eine Woche nach der Schliessung für die Öffentlichkeit zeigte sich die kommissarische Stiftungsrätin Brigitte Bitterli damals optimistisch, was die Zukunft des Skulpturenparks angeht.

Sie sei überzeugt, dass der Betrieb früher oder später, in welcher Form auch immer, wieder aufgenommen werden könne, sagte sie Ende Oktober.

Die Betonskulpturen sind teilweise beschädigt und müssen zwingend saniert werden. Die Differenzen über die Zukunft haben im vergangenen Februar 2014 zu einem geschlossenen Rücktritt des Stiftungsrates geführt. Der Investitionsbedarf beläuft sich auf zwischen 2 und 2,5 Millionen Franken.

Ein Hoffnungsschimmer war bereits die Einsetzung eines neuen dreiköpfigen Stiftungsrats Anfang November. Die Kunsthistorikerin Isabelle Cart, die Weber in den 1990ern kennenlernte, präsidiert seither die Stiftung, die sich für den Erhalt des Parks einsetzt. (fam/az)