Bergdietikon

Wunsch nach Tempo-30-Zone: «Es gibt keinen Grund, an Einfamilienhäusern vorbeizurasen»

Anwohner wollen auf der Kindhausenstrasse in Bergdietikon die Tempo-30-Zone erwirken. Initiant ist Hans-Rudolf Schneider-Koch.

Anwohner wollen auf der Kindhausenstrasse in Bergdietikon die Tempo-30-Zone erwirken. Initiant ist Hans-Rudolf Schneider-Koch.

Hans-Rudolf Schneider-Koch will auf der Bergdietiker Kindhauserstrasse eine Geschwindigkeitsreduktion. Er sammelte 64 Unterschriften für die Einführung einer Tempo-30-Zone. Der Gemeinderat wird das Anliegen nun prüfen.

In Bergdietikon haben die Anwohner der Kindhauserstrasse ein Begehren an die Gemeinde gestellt. Sie soll auf der Kindhauserstrasse bis zum Waldrand Tempo 30 einführen. Bisher gilt dieses Tempo nur im oberen Abschnitt der Strasse. Ab der Busstation Eichholz müssen die Automobilisten bremsen. Im unteren Bereich hingegen kann mit 50 Stundenkilometer gefahren werden. Diese Geschwindigkeit sei zu gefährlich und verursache enorm viel Lärm, findet Initiant Hans-­Rudolf Schneider- Koch. Er verfasste ein entsprechendes Schreiben an die Gemeinde. Darin bittet er den Gemeinderat um die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h. Dieser Brief wurde von 64 Betroffenen mitunterzeichnet.

«Es gibt keinen Grund, an einer Reihe Einfamilienhäuser vorbeizurasen», sagt Schneider-­Koch. Das Sicherheitsproblem verschärfe sich, weil viele Automobilisten mit einer noch höheren Geschwindigkeit als den erlaubten 50 km/h fahren würden. «Früher war die Kindhauserstrasse eine kleine Nebenstrasse, heute ist sie viel breiter und erlaubt dieses Tempo», sagt er.

Ein Hauptproblem seien aber die Kurven, die eine gute Sicht verhindern würden, sowie die engen Einfahrten zu den Häusern. Eine Ausfahrt mit dem Auto aus einer Garage werde zu einem gefährlichen Manöver. «Man muss als Anwohner blitzschnell aus der Ausfahrt fahren können, um eine Kollision zu vermeiden», sagt er. Viele Autofahrer, die mit erhöhter Geschwindigkeit hochfahren, seien sich dessen gar nicht bewusst. Diese Gefahr bestehe besonders am unteren Ende der Strasse.

Es geht um die Sicherheit der nächsten Generation

Von der Bergstrasse biegen Autofahrer um die Kurve in die Kindhauserstrasse ein. Gleichzeitig gilt es, jene Fahrer zu beachten, die in Richtung Herrenberg nach links abbiegen wollen. Zudem können jene, die auf der Kindhauserstrasse in Richtung Dietikon fahren, ebenfalls nach rechts zum Herrenberg abbiegen. Erschwerend kommen noch zwei Fussgängerstreifen hinzu. Die Situation habe sich mit der wachsenden Einwohnerzahl und dem erhöhten Verkehrsaufkommen in Bergdietikon verschärft, so Schneider-Koch.

Obwohl die Strasse in erster Linie für die Anwohner in Kindhausen bestünde und eine Sackgasse sei, sei sie besonders am Morgen und abends ständig befahren. «Es kam auch schon zu Unfällen», sagt er. Es gehe ihm mit seinem Anliegen um die Sicherheit der nächsten Generation, die an diesem Ort wohnen werde und um die Sicherheit der Kinder. «Wir haben es damals schlicht verpasst, auch für die untere Hälfte der Strasse die Tempolimite 30 einzuführen», sagt Schneider-Koch. Es werde Zeit, dies nachzuholen.

Der Gemeinderat wird das Anliegen nun prüfen. Die Reduktion auf 30 Stundenkilometer würde eine externe Situationsanalyse erforderlich machen, sagt Gemeindeschreiber Patrick Geissmann. Dies schreibe der Kanton vor. Anschliessend müssten die Kosten evaluiert werden.

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