«Im Furtbach leben bis 60 Prozent mehr Bachforellen», sagt Hanspeter Bäriswyl, Präsident der Interessengemeinschaft Lebensbereich Gewässer (IGLG). Die IGLG war, zusammen mit dem Aargauischen Fischereiverband, Initiant für den Einsatz von Wurzelstöcken im Furtbach. Unter diesen finden die Fische bessere Lebensbedingungen als in einem kanalisierten Bach. Darauf haben die Fische reagiert und mit ihnen hat die Vielfalt im Bach zugenommen.

Hanspeter Bäriswyl, Präsident der Interessengemeinschaft Lebensbereich Gewässer (IGLG) über die Furtbachrenaturierung

Hanspeter Bäriswyl, Präsident der Interessengemeinschaft Lebensbereich Gewässer (IGLG) über die Furtbachrenaturierung

Dabei sind die Vorausetzungen für die Lebewesen am und im Furtbach nicht gerade optimal. Er entspringt dem Katzensee und mündet bei der Autobahnraststätte Würenlos in die Limmat. Den Abwasserreinigungsanlagen von Regensdorf, Buchs und Otelfingen dient er als Vorfluter. In heissen Sommern, wenn er wenig Wasser führt, steigt dessen Temperatur, was schon mehrmals zu Fischsterben geführt hat.

Projekt begann vor acht Jahren

Mit den Vorarbeiten für das PKD-Wurzeltstockprojekt wurde 2004 begonnen. Um den Fischbestand zu erheben, wurden unter Leitung von Adolf Bolliger aus Ehrendingen Abschnitte oberhalb des Dorfes abgefischt. Ab 2007 wurden die Wurzelstöcke im Bach verteilt. Auch danach wurden die Bestände regelmässig kontrolliert. Weiterhin wurden Jungfische ausgesetzt. Um sie erkennen zu können, wurde die Fettflosse markiert.

Nach der Bestockung ist die Zahl der 16 bis 21 cm grossen Fische markant gestiegen, wie die IGLG feststellt. Waren es vorher weniger als 10 Bachforellen pro Abschnitt, stieg ihre Zahl bis auf 80 an. 2011 halbierte sich die Zahl. Vor allem die markierten Bachforellensömmerlinge verschwunden waren. «Ob dies auf unterschiedliche Herkunft der Besatzfische zurück zu führen ist, ist noch nicht bekannt», sagt Bäriswyl. «Der positive Effekt der Wurzelstöcke war zu erwarten», ergänzt er und hält fest: «Das Ergebnis deckt sich mit Erfahrungen von anderen Orten.»