Solothurn
Wüste Ausschreitungen: Fans des FC Baden randalieren in Solothurn

Beim Spiel des siebtplazierten Erstligisten FC Solothurn gegen den FC Baden, der auf dem dritten Tabellenrang der Gruppe 2 liegt, kam es zu massiven Ausschreitungen.

Merken
Drucken
Teilen
Ausschreitungen beim 1.Liga-Spiel (Archivbild)

Ausschreitungen beim 1.Liga-Spiel (Archivbild)

Keystone

Gegen 50 Badener Fans marschierten vor Spielbeginn um etwa 14.30 Uhr mit Schlachtgesängen vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt in Richtung Stadion Brühl und feuerten Petarden ab. Wie die Kantonspolizei Solothurn und Radio 32 melden, wurden auch während des Spiels laufend Petarden abgebrannt und gegen Ende des Spiels stürmten die Fans sogar das Spielfeld.

Nach dem Spiel machten sich die Badener Fans wieder zu Fuss auf in Richtung Hauptbahnhof. Man hatte zwar kurzfristig Busse organisiert, aber die Badener zogen den Fussmarsch in Begleitung der Polizei vor.

«Noch nie so etwas erlebt»

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot, ausgerüstet mit Schildern und Helmen vor Ort. Sie musste rund um das Stadion Brühl, den Westbahnhof und am Hauptbahnhof wiederholt eingreifen, um ein Aufeinandertreffen der Fangruppen zu verhindern. Es kam, laut Medienmitteilung der Kapo, zu vereinzelten Sachbeschädigungen und Diebstählen. Radi Schönbächler, Sicherheitschef des FC Solothurn, meinte gegenüber Radio 32, so etwas habe er in seiner ganzen Zeit noch nie erlebt.

Man will nun versuchen, mittels Video-Aufnahmen, die während des Spiels gemacht wurden, die Hauptschuldigen zu eruieren. Falls dies gelingt, werden die Übeltäter aller Wahrscheinlichkeit mit einem landesweiten Stadionverbot belegt. (om)