Baden
Yoga-Dehnübungen sollen sich «angenehm, aber nicht langweilig» anfühlen

Im Friedhofspark in Baden treffen sich in diesen Tagen Yoga-Begeisterte zum gemeinsamen bewegen und abschalten. Die Serie «Urban Yoga» im Grünen stösst bei allen Könnensstufen auf reges Interesse.

Nicole Bächli
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Der 'Krieger' beansprucht die Beine
8 Bilder
Die Yogis geniessen den Unterricht draussen bei schönstem Sommerwetter
«Urban Yoga» in Baden
Die Position 'Hund' dehnt die gesamte Körperrückseite
Der Gürtel hilft auch, Beweglichkeitsdefizite bei der Dehnung des Schultergürtels auszugleichen
Mit Hilfe eines Gürtels wird das Bein in alle Richtungen gedehnt
Gegen Ende der Yogaklasse werden die Schatten zunehmend länger
Die Yogalehrerin Stefanie Amrein greift wenn nötig korrigierend ein

Der 'Krieger' beansprucht die Beine

Aargauer Zeitung

Zwischen Vogelgezwitscher, Geräuschen manövrierender Autos im Parkhaus und dem rhythmischen Pingpong von Tischtennisspielern nehmen 26 Yoga-Begeisterte unter freiem Himmel Positionen wie «Hund» oder «Baum» ein. Den Sommer über treffen sie sich jeweils am Montagabend zum Yoga im Friedhofspark gleich hinter dem Parkhaus Gartenstrasse. Leute aller Altersgruppen rollen ihre Gymnastikmatten oder Badetücher aus – einige kommen direkt von der Arbeit, andere aus den Ferien.

Die Aktion richtet sich an Erfahrene, aber auch an solche, die die Gelegenheit benützen, um unverbindlich in eine Yogastunde zu schnuppern. «Wir wollen den Sommer hindurch die Stadt beleben», sagt Nora Vogt von DO Yoga, Organisatorin der Reihe. Da viele Yogaschulen Sommerpause hätten, könne so zudem die unterrichtsfreie Zeit überbrückt werden. An den insgesamt neun Abenden wechseln sich Lehrerinnen von vier Schulen aus Baden und Umgebung ab. Dies bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, verschiedene Stile kennenzulernen.

Auch Nomadenkinder profitieren

Stefanie Amrein von yoga.baden, die diese Yogaklasse gestaltet, hat sich der Hatha-Yoga-Richtung «Iyengar» verschrieben. Sie nimmt sich Zeit für individuelle Korrekturen und bringt den Novizen auf humorvolle Art die Yoga-Philosophie näher: «Das wäre bequem – und das ist Yoga», kommentiert sie zwei Varianten einer Stellung. So erinnert sie bei den Dehnübungen auch daran, sie sollten sich «angenehm, aber nicht langweilig» anfühlen und fordert die Yogis auf, noch etwas weiter in die Dehnung hineinzusinken.

Alle Lehrerinnen unterrichten unentgeltlich. Die Teilnahmegebühr von 20 Franken geht an die Wüstenschule «Skarabäus» im westafrikanischen Timbuktu. Das Projekt ermöglicht Nomadenkindern eine Schulbildung und wurde von DO Yoga bereits mit der letztjährigen Sommeraktion unterstützt. 2010 organisierte der Yoga-Bereich des DO zusammen mit dem Karate dreimal ein Freilufttraining an der Limmat. Die Zusammenarbeit mit anderen Yogaschulen hingegen ist neu. «Es ist toll, für die gute Sache zusammenzuspannen», freut sich Organisatorin Nora Vogt.

«Urban Yoga» montags bis 22. August. Um 18.30 Uhr bei guter Witterung. Keine Anmeldung erforderlich.

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