Wettingen
Yvonne Feri zu Führungs-Kritik: «Aussagen sind zusammenhangslos»

Die Wettinger SP-Gemeinderätin und Regierungsratskandidatin Yvonne Feri reagiert auf die Vorwürfe gegen sie und präsentiert ihrerseits einen Massnahmen-Katalog zur Reorganisation der Sozialen Dienste der Gemeinde.

Martin Rupf
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Yvonne Feri, SP-Gemeinderätin, Nationalrätin und Regierungsratskandidatin.

Yvonne Feri, SP-Gemeinderätin, Nationalrätin und Regierungsratskandidatin.

KEYSTONE

Das ist wohl kein Zufall: Am gleichen Tag, als der Artikel «Zweifel an Feris Führungsqualitäten» erschien», kommunizierte die Gemeinde in Sachen Überprüfung der Organisations- und Führungsstruktur bei den Sozialen Diensten Wettingen.

SP-Gemeinderätin und Regierungsratskandidatin Yvonne Feri sagt auf Anfrage: «Mit dieser Medienmitteilung distanziert sich die Gemeinde ganz klar von den Äusserungen des Fiko-Präsidenten Christian Wassmer, die zusammenhangslos sind und weder Hand noch Füsse haben.»

Yvonne Feri im März 2001 Sie kandidierte damals wieder für den Grossen Rat. Mitglied in diesem war sie von 1998 bis 2008.
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Yvonne Feri im Jahr 2003 Damals war sie Präsidentin der Stiftung Frauenhaus Aargau, Mitglied des Grossen Rats und Einwohnerrätin in Wettingen.
Yvonne Ferie Ende August 2005 Damals kandidierte die Einwohnerrätin für den Gemeinderat in Wettingen. Sie schaffte die Wahl und begann am 1.1.2006 ihr Amt. Ende 2016 tritt sie aus dem Gemeinderat aus.
Yvonne Feri im Mai 2006. Damals war sie 4 Monate im Amt als Gemeinderätin in Wettingen.
Yvonne Feri gemeinsam mit Markus Dieth im Oktober 2011 Der Wettinger Gemeindeammann und mittlerweile Regierungsrat gratuliert der frisch gewählten Nationalrätin. Yvonne Feri ist bis heute Nationalrätin.
Die Karriere von Yvonne Feri in Bildern
Yvonne Feri (Mitte) wartet auf die Resultate an den Nationalratswahlen im Oktober 2015 Starren auf den Bildschirm: Die beiden wiedergewählten SP-Nationalräte Cédric Wermuth und Yvonne Feri (von links).
Yvonne Feri mit ihrer Tochter Celina im Jahr 2016 Gemeinsam besuchten Mutter und Tochter das Neujahrskonzert und den Neujahrsapero in Wettingen.
2016 kandidiert Yvonne Feri für den Aargauer Regierungsrat. Sie unterliegt im zweiten Wahlgang der SVP-Vertreterin Franziska Roth. SP-Co-Präsidentin Elisabeth Burgener (v.l.), SP-Co-Präsident Cédric Wermuth, Yvonne Feri und Grossrätin Kathrin Scholl warten im Volkshaus in Aarau auf erste Abstimmungsergebnisse des zweiten Wahlgangs.
2018: Yvonne Feri positioniert sich als Nachfolgerin von Ständerätin Pascale Bruderer, die an den nächsten Parlamentswahlen 2019 nicht mehr antritt.

Yvonne Feri im März 2001 Sie kandidierte damals wieder für den Grossen Rat. Mitglied in diesem war sie von 1998 bis 2008.

Aargauer Zeitung

Und nochmals: Damit sage sie nicht, es gebe bei den Sozialen Diensten in Wettingen keine Probleme. «Ich war es ja, die den Bericht aufgrund des Führungswechsels und der vielen Fluktuationen im Zuge der «leistungsorientierten Leistungsanalyse» (Lova 2) initiiert hat», betont Feri. Die Umsetzung der einzelnen Empfehlungen solle nun dazu beitragen, dass bei den Sozialen Diensten wieder Ruhe einkehre.

Soziale Dienste am Anschlag

Und das sind die Schwerpunktthemen der Überprüfung, die in 42 Empfehlungen zusammengefasst werden: Struktur der Sozialen Dienste, Kompetenzverteilung Abteilungsleitung/Bereichsleitung oder etwa organisatorische Verbesserung in den Fachbereichen sowie personelle Baustellen, Personalfluktuation oder die Organisationsstruktur.

Die Personalsituation bei den Sozialen Diensten sei wie in vielen anderen Gemeinden in diesem Bereich angespannt, heisst es in der Medienmitteilung. Die Leiterin der Sozialen Dienste sei mit diversen Vakanzen, der Suche und der Einarbeitung von neuem Personal, der Leitung des Sozialhilfebereichs und der Fallbearbeitung mit Aufgaben ausserhalb ihres Pflichtenhefts absorbiert.

Franziska Roth, SVP. 1. Wahlgang: 47 791 Stimmen.
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Yvonne Feri, SP. 1. Wahlgang: 47 320 Stimmen.
Maya Bally, BDP. 1. Wahlgang: 37 826 Stimmen.
Jil Lüscher, parteilos. 1. Wahlgang: 12 922 Stimmen.
Pius Lischer, IG Grundeinkommen. 1. Wahlgang: 4 798 Stimmen.

Franziska Roth, SVP. 1. Wahlgang: 47 791 Stimmen.

«Dieser Zustand erschwert es, Führungsaufgaben wahrzunehmen und die Sozialen Dienste in Bezug auf eine effiziente Organisation weiter zu entwickeln», heisst es wörtlich. Um die priorisierten Themenschwerpunkte anzugehen, müsse die Leitung Soziale Dienste im operativen Geschäft entlastet werden.

Der Gemeinderat hat sich deshalb entschieden, folgende Massnahmen einzuleiten:

  1. Für drei Monate wurde die befristete Anstellung einer Fachperson im Bereich Sozialhilfe mit einem Pensum von 80 Prozent bewilligt, wobei das Kostendach festgelegt wurde.
  2. Die Leitung Soziale Dienste wurde beauftragt, zusammen mit der Leitung Personal die befristete Stelle dieser Fachperson so rasch als möglich zu besetzen.
  3. Die Umsetzung der priorisierten Themenschwerpunkte wird durch Fachpersonen begleitet.
  4. Der Gemeinderat hat die Leitung Soziale Dienste beauftragt, die Stellenerhöhung im Bereich der Sachbearbeitung zu berechnen und zuhanden des Einwohnerrats zu beantragen.
  5. Die Leitung Soziale Dienste wurde beauftragt, dem Gemeinderat im Januar 2017 Bericht über die erreichten Umsetzungsziele vorzulegen.

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