Birmenstorf
Zehn Ster Trockenfutter für das 1.-August-Feuer

Schweisstropfen und Muskelkraft braucht es, um genügend Holz für das Höhenfeuer zu sammeln. Denn das 1.-August-Feuer soll auch heuer wieder hoch zum Himmel steigen.

Corinne Rufli (Text) und Walter Schwager (Bilder)
Drucken
Teilen
Der Initiant des Holzsammelns, Werner Zehnder (Rentner), ist mit der Motorsäge am Werk «Ich fand es nicht gut, dass es kein 1.-August-Feuer mehr geben sollte in Birmenstorf. Ich habe mich damals eingesetzt, dass freiwillige Helfer Holz sammeln und es wieder ein Feuer gibt. Es ist wichtig, dass die Initiative auch einmal aus der Bevölkerung kommt. Man kann auch etwas machen, ohne immer Lohn dafür zu bekommen. Die Gemeinde bezahlt nach getaner Arbeit Wein, Wurst und Bier. Ein kaltes Bier auf dem Stutz ist schön, wenn man von der Arbeit so richtig Durst hat.»
9 Bilder
Holzsammlerin Hanni Meyer (Rentnerin) «Ich helfe zum ersten Mal mit. Ich habe Zeit und es gefällt mir. Ich bin die einzige Frau hier, für viele ist die Arbeit im Wald wohl zu streng.»
Auch Karl Bader (Rentner) hilft mit «Als ich damals hörte, dass die Gemeinde aus finanziellen und anderen Gründen kein 1.-August-Feuer mehr machen wollte, engagierte ich mich. Denn ich finde, man muss diesen Brauch weiterführen. Dafür sollte man auch Zeit und Geld haben. Beim Holzsammeln trifft man zwar immer etwa die gleichen Leute, das sind aber gute Leute.»
Jakob Wisler (Rentner) ist mit vollem Einsatz dabei «Ich helfe hier mit, damit es wieder ein Feuer gibt. Ich arbeite gerne im Wald und freiwillige Helfer sind immer gesucht.»
Birmenstorfer sammeln Holz fürs 1. August-Feuer
Fredi Winkler (Rentner) «Ich bin vor vier Jahren nach Birmenstorf gezogen und habe jedes Jahr beim Holzsammeln geholfen. Die Leute im Dorf wollen doch wissen, wer du bist und was du machst.»
Werner Zehnder und Jakob Wisler
Louis Wiederkehr (Winzer) auf dem Traktor «Die Gemeinde wollte das 1.-August-Feuer auf dem Stutz ja verbieten. Aber man soll sich von den Obrigkeiten nicht alles kaputtmachen lassen. Deshalb opfere ich gerne einen Nachmittag, um Holz zu sammeln. Eigeninitiative ist etwas Wichtiges.»
Marc Hediger (Schüler) «Es macht mir Spass mitzuhelfen, deshalb bin ich schon zum dritten Mal dabei. Die Arbeit ist aber streng. Zum Glück ist das Wetter besser als letztes Jahr, damals regnete es.»

Der Initiant des Holzsammelns, Werner Zehnder (Rentner), ist mit der Motorsäge am Werk «Ich fand es nicht gut, dass es kein 1.-August-Feuer mehr geben sollte in Birmenstorf. Ich habe mich damals eingesetzt, dass freiwillige Helfer Holz sammeln und es wieder ein Feuer gibt. Es ist wichtig, dass die Initiative auch einmal aus der Bevölkerung kommt. Man kann auch etwas machen, ohne immer Lohn dafür zu bekommen. Die Gemeinde bezahlt nach getaner Arbeit Wein, Wurst und Bier. Ein kaltes Bier auf dem Stutz ist schön, wenn man von der Arbeit so richtig Durst hat.»

Walter Schwager

Der 1. August naht. Es ist wieder Zeit zum Holzsammeln. In Birmenstorf sind es freiwillige Helfer und eine Helferin, die gemeinsam im Wald grosse Äste und schwere Stämme auf die Anhänger hieven für das grosse Feuer auf dem Stutz. Hemdsärmel werden hochgekrempelt und Schweisstropfen weggeputzt. Es ist schwül. Die Dorforiginale sind motiviert.

Nachdem die Gemeinde vor ein paar Jahren das 1.-August-Feuer verbieten wollte, da zu viel Holz-Abfall mitverbrannt wurde, hat sich eine Gruppe zusammengetan, die sich um das Feuer kümmert. Verbrannt wird nur noch Fallholz. Etwa zehn Ster werden pyramidenförmig aufgetürmt und am 1. August brennend die Nacht erleuchten.