Östlich des Einkaufszentrums Tivoli, auf dem Areal Handels- und Gewerbezone Ost (HGO), plant die Genossenschaft Migros Aare ein Wohn- und Einkaufszentrum (Tivoli Garten) für rund 200 Millionen Franken. Neben einem Obi-Markt und Läden sind in zwei Hochhäusern 423 Wohnungen vorgesehen. Im Erdgeschoss soll zudem die zentrale Haltestelle der künftigen Limmattalbahn eingerichtet werden.

Im Oktober/November 2011 fanden die erste öffentliche Auflage des Gestaltungsplans und der UVP für das Projekt Tivoli Garten statt. Der VCS reichte eine Einwendung ein. Im August 2012 genehmigte der Gemeinderat Spreitenbach die Unterlagen und wies die Einwendung des VCS ab. Dieser reichte gegen den Gemeinderatsentscheid eine Beschwerde beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) ein. Dieses gab dem VCS teilweise recht.

Den Entscheid des BVU fochten die Gemeinde und die Migros Aare beim kantonalen Verwaltungsgericht an. Dieses gab der Gemeinde und der Migros Aare teilweise recht. Darauf zog der VCS das Verfahren ans Bundesgericht weiter. Nun hat dieses festgelegt, dass neben dem Areal Tivoli Garten/HGO auch die Einkaufszentren Tivoli, Limmatpark sowie das auf der anderen Seite der Kantonsstrasse liegende Shoppi und die Umwelt-Arena zum massgebenden Perimeter gehören.

«Für die Genossenschaft Migros Aare ist der geplante Bau ein wichtiges Vorhaben», teilt das Unternehmen mit. In Erwartung des Urteils habe sich die Genossenschaft auf das Szenario vorbereitet. Sie wird den Gestaltungsplan und den erweiterten Bericht zur UVP im Frühjahr neu auflegen. Zugleich solle nochmals ein Mitwirkungsverfahren durchgeführt werden, darauf hätten sie sich mit der Gemeinde geeinigt.