Baldegg
Zerr- und Flaumeichen gepflanzt: Baden testet den Baum der Zukunft

Der Klimawandel wird den Wald verändern, deshalb hat das Stadtforstamt auf der Baldegg Zerr- und Flaumeichen gepflanzt.

Andreas Fretz
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Die Zerr- und Flaumeichen werden gepflanzt: Am Waldrand Langermarchstein auf der Baldegg wird ihre Entwicklung untersucht.

Die Zerr- und Flaumeichen werden gepflanzt: Am Waldrand Langermarchstein auf der Baldegg wird ihre Entwicklung untersucht.

zvg

Am Waldrand Langermarchstein auf der Baldegg hat das Stadtforstamt Baden Zerr- und Flaumeichen gepflanzt. Diese gelten aufgrund des Klimawandels als mögliche Baumarten der Zukunft. Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, soll nun untersucht werden, wie sich diese Bäume im Badener Wald entwickeln.

Laut Stadtoberförsterin Sarah Niedermann muss die Klimaveränderung bereits heute in die Waldbewirtschaftung einbezogen werden. Ein vielfältiger Wald mit einer breiten Arten­zusammensetzung sei dabei für einen stabilen Zukunftswald besonders wichtig. Mit der Pflanzung von Zerr- und Flaumeichen werde sich zeigen, ob sich diese Baumarten im Badener Wald etablieren können.

Durch den Klimawandel werden Trockenperioden im Mittelland voraussichtlich zunehmen. Einige Baumarten leiden unter der Trockenheit, so auch die im Badener Wald am häufigsten vorkommenden Buchen und Fichten. Andere wiederum können die Trockenheit besser ertragen. Entsprechend wird sich der Wald verändern. Zerr- und Flaumeiche kommen mit Trockenheit sehr gut zurecht.

Mediterrane Bäume für wärmeres Klima

Zerreichen kommen vor allem im mediterranen Raum vor, teilweise sogar als Hauptbaumart. In der Schweiz wachsen sie im südlichen Tessin. Flaumeichen kommen in der Schweiz momentan im Wallis und auf den Jura-Höhenzügen wie der Lägern vor. Mit dem sich ändernden Klima werden vermutlich diese beiden Baumarten in Zukunft auch andere Standorte erobern.

Am Waldrand Langermarchstein auf der Baldegg wurden deshalb im Sinne eines Praxisversuchs Zerr- und Flaumeichen mit Schweizer Herkunft gepflanzt. Mit dieser Pflanzung soll untersucht werden, wie diese Baumarten sich auf einem nährstoffreicheren Standort in Baden entwickeln.

Ermöglicht wurde das Projekt dank der Firma Peterhans, Schibli & Co AG. Die Schreinerei und Zimmerei aus Fislisbach unterstützt seit 13 Jahren die Eichenförderung im Badener Wald.