Baden
Zu Wiener Walzer wirbelten 70 Tanzpaare übers Parkett

Ob Latein- oder Standardtänze: Die 70 Paare aus dem In- und Ausland bewiesen am 14. Trafo-Cup ihr Können und zeigten dabei, dass der Turniertanz noch immer eine ernst zu nehmende Disziplin ist.

Julia Zhou-Stückelberger
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Trafo-Cup
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Trafo-Cup 2019 Impressionen vom Trafo-Cup
Trafo-Cup 2019 Impressionen vom Trafo-Cup
Trafo-Cup 2019 Impressionen vom Trafo-Cup
Trafo-Cup 2019 Impressionen vom Trafo-Cup
Trafo-Cup 2019 Impressionen vom Trafo-Cup
Tänzerpaar der Katergorie Senioren tanzt einen Tango.
Stolz präsentiert dieser Junior seine Dame (ZVG).
Auch die Junioren zeigen temperamentvolles Tanzen (ZVG).

Trafo-Cup

Julia Zhou-Stückelberger

Feurige Musik des Paso Doble, sanfte Klänge des englischen Walzers, Füsse, die nie still stehen zu scheinen. Das alles trifft man am Trafo-Cup. Das grösste Tanzturnier der Schweiz fand letzten Sonntag bereits zum 14. Mal in den Trafohallen statt. Organisiert wurde der Anlass von den Happy Dancers Baden.

70 Paare aus dem In- und Ausland massen sich in den Disziplinen Standard und Latein. So waren auch Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Italien vertreten. Die Paare können am Turnier wichtige Punkte holen, um in die nächste Klasse aufzusteigen.

Der Tanzwettbewerb zog aber nicht nur Jugendliche oder junge Erwachsene an. Auch die älteren Teilnehmer bewiesen, dass sie noch gut im Schuss sind. Und auch die Kleinsten durften sich in den verschiedenen Kategorien messen.

So zeigten etwa 10-jährige in der Kategorie Junioren ihr Können im Standard- und Lateintanz, während 65-jährige ihr Tanzbein zu rassiger Sambamusik schwangen oder mit einem Wiener Walzer elegant über das Parkett schwebten.

Von Cha-Cha-Cha bis Tango

Bei den Lateintänzen wie Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive begann das Tanzparkett unter den schnellen Schrittfolgen zu brennen. Die theatralischen Arm- und Handbewegungen des Paso Doble liessen die Zuschauer das spanische Temperament spüren:

Demgegenüber leichtfüssig, stolz und elegant schritten die Standardtänzer über den Tanzboden. Im Standardtanz wurden die Tänze Englischer Walzer, klassischer Tango, Wiener Walzer, Slow Fox und Quickstep gezeigt. Die Tänze selbst wurden von den eindrücklichen Kostümen der Tänzerinnen und Tänzer untermalt: Die Steine an den bunten Stoffen funkelten bei jeder Bewegung im Schweinwerferlicht, die weiten Röcke schwangen sanft mit. Dies liess den Zuschauer noch mehr in die Magie des Tanzens eintauchen.

In der Vorrunde tanzten jeweils zwei Gruppen abwechslungsweise die fünf Tänze. In der Finalrunde hingegen gab es nur kurze Verschnaufpausen, da alle fünf Tänze jeweils hintereinander gezeigt wurden.

Turniertanzen kein Trend mehr

«Die Anzahl Anmeldungen sind in den letzten Jahren zurückgegangen, was aber nicht an der Attraktivität des Trafo-Cups liegt», zieht OK-Präsident Philipp Weber nach dem 14. Trafo-Cup Bilanz. «Turniertanzen liegt aber allgemein nicht mehr so im Trend.» Ausserdem gäbe es nur noch rund 100 lizenzierte Tanzpaare in der Schweiz.

«Mit dem Trafo-Cup wollen wir nicht nur hochklassiges Tanzen präsentieren», hält Weber fest. «Wir erhoffen uns auch, dass wir die Leute wieder auf den Geschmack des Turniertanzens bringen können.» Sicher ist auf jeden Fall eines: Nächstes Jahr findet wieder ein Trafo-Cup statt.