Wettingen
Züchter lassen ihre kostbaren Miezekatzen aus dem Sack

Grazil und anmutig: Schönheitswettbewerbe unter Katzen sind jenen unter Menschen gar nicht so unähnlich. An der Katzenausstellung im Tägerhard wurden die Stubentiger bewertet und bewundert. Mit dabei: Beni Thurnheer

Philippe Neidhart
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Siam: Kam Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa.
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Katzenschau im Wettinger Tägerhard: Züchter liessen ihre Mietzekatzen aus dem Sack
«Main Coon» ist ursprünglich aus Amerika. Mit «Harry Potter» wurde sie noch bekannter.

Siam: Kam Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa.

Charles Baudelaire verfasste Gedichte über sie, im Internet geniessen ihre Bilder Kultstatus und im alten Ägypten galt sie als heilig: die Katze. Am Wochenende widmete sich eine Ausstellung im Tägerhard zwei Tage lang diesen grazilen Vierbeinern.

Organisiert wurde der Anlass vom Verein der Katzenfreunde Zürich (VdKZ). Nebst der Förderung der Zucht von Rassenkatzen setzt sich der VdKZ in erster Linie für die Vermittlung von heimatlosen Tieren ein.

Enorme Rassenvielfalt

Mit grazilen Bewegungen schlichen die Katzen in ihren Käfigen umher, rekelten sich und genossen sichtlich die zahlreichen interessierten Blicke. Die Vielfalt der Tiere war immens – die verschiedenen Rassen und Stammbäume gleichen einer Wissenschaft. Von kleinen weissen Kätzchen mit flauschigem Fell bis zu riesigen, fast schon luchsartigen Tieren der Rasse Maine Coon oder Nebelung reichte die Auswahl. Zudem waren viele Accessoires erhältlich; von Futter über Spielzeuge bis hin zu Katzenbildern gab es alles, was das Herz begehrte.

Sonja Gnädinger, 57, Flurlingen, mit Violet, Ragdoll «Jede Katze ist auf ihre Art speziell und einzigartig. Es sind edle Tiere mit einer langen Geschichte. Das Wesen der Katze hat sich nicht verändert, seit sie von den Römern aus Ägypten hierher gebracht wurden.»
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Erika Gyger, 59, Bäretswil, mit Graziella «Bei den Katzen faszinieren mich in erster Linie ihr Wesen und die Selbstständigkeit der Tiere. Bereits vor über dreissig Jahren erhielt ich meine erste Maine Coon. Zudem betrachte ich die Katzen als Ausgleich für meine Pferdezucht.»
Theodora Duarte, 50, Kefikon, mit Dionis, Peterbald «Die Katze ist ein mystisches Wesen. Sie sind unabhängig und gleichzeitig verschmust und sehr feinfühlig. Sie geben einem viel, gerade auch dann, wenn es einem nicht gut geht.»

Sonja Gnädinger, 57, Flurlingen, mit Violet, Ragdoll «Jede Katze ist auf ihre Art speziell und einzigartig. Es sind edle Tiere mit einer langen Geschichte. Das Wesen der Katze hat sich nicht verändert, seit sie von den Römern aus Ägypten hierher gebracht wurden.»

AZ

Beni Thurnheer moderierte

Auch für ein hochkarätiges Unterhaltungsprogramm sorgten die Organisatoren. Als Überraschungsgast moderierte der bekannte Fernsehmoderator Beni Thurnheer die Sondershow Hauskatzen. Am zweiten Tag der Ausstellung sorgte Comedy-Urgestein Kliby mit seiner Handpuppe Caroline für gute Laune. Auch nach über 35 Jahren schafft es der Ostschweizer immer noch, mit einem interaktiven Auftritt die Kinderherzen für sich zu gewinnen.