Mellingen

Zufrieden bekennt der neue Stadtschreiber: «Ich bin im Städtchen angekommen»

Fühlt sich wohl im Reuss-Städtchen: Der neue Gemeindeschreiber Patrick Sandmeier.

Fühlt sich wohl im Reuss-Städtchen: Der neue Gemeindeschreiber Patrick Sandmeier.

Nach einem halben Jahr zieht Gemeindeschreiber Patrick Sandmeier eine positive Bilanz. Dass er oft mit «Herr Stadtschreiber» angesprochen wird, ist für ihn sekundär. Er versteht sich als Dienstleister für die Gemeinde.

Als Nachfolger von Ernst Pelloli wurde Patrick Sandmeier vom Stadtrat zum Gemeindeschreiber von Mellingen gewählt. «Für mich war es Zeit, eine neue Herausforderung in einer grösseren Gemeinde anzugehen», sagt er und ergänzt: «Ich bin im charmanten Mellingen angekommen.»

Dass die Ortschaft an der Reuss etwas mehr als eine Gemeinde ist, nämlich eine Stadt oder liebevoll Städtchen genannt, hat er bald erfahren. An verschiedenen Anlässen wurde er mit Herr Stadtschreiber begrüsst.

Für ihn ist die Bezeichnung sekundär, denn Sandmeier versteht sich vor allem als verantwortungsbewusste und engagierte Führungskraft im Dienstleistungsunternehmen Gemeindeverwaltung. Erlebt hat er, dass die Mellingerinnen und Mellinger offene und zugängliche Personen sind.

Ein lösungsorientiertes Team

Bedeutend sind für ihn die Unterschiede zur bisherigen Stelle, er war Gemeindeschreiber in Endingen. Die dortige Kanzlei umfasst 2,5 Stellen. Dazu kommen die Mitarbeiter der Finanzverwaltung, des Steueramtes sowie der regional organisierten Bereiche wie Bauverwaltung oder Sozialdienst. Diese Bereiche werden teils Endingen und Lengnau geführt.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, speziell mit dem Gemeindeammann, unterscheidet sich von seinen bisherigen Stellen. In Mellingen arbeitet Stadtammann Bruno Gretener mit einem fixen Pensum. «Deshalb arbeite ich sehr eng und intensiv mit dem Gemeindeammann zusammen, das war für mich etwas Neues.»

In der Stadtverwaltung Mellingen, dem Bauamt und den Hauswarten sind insgesamt 25 Personen tätig. Als Verwaltungsleiter steht Sandmeier an der Spitze dieser Organisation. «Die Behördenmitglieder und sämtliche Mitarbeitenden gehören zum selben Team, das lösungs- und zielorientiert arbeitet», sagt er.

Während seines ersten Monats in Mellingen hat er mit seinem vorgänger Ernst Pelloli zusammengearbeitet: «Ich war so etwas wie sein Schatten.» Pelloli hatte den Wechsel sehr gut vorbereitet: «Es gab Prozessabläufe für verschiedene Arbeiten.» So lernte er kennen, was in Mellingen - im Vergleich zu anderen Gemeinden - besonders ist.

Daneben muss Sandmeier sich laufend in viele Akten einlesen: «Das Einlesen in die diversen Dossiers gehört zur wichtigen Arbeit beim Antritt einer neuen Stelle. Dieser Aufwand nehme ich gerne auf mich, um die Projekte und ihre Geschichte kennen zu lernen.»

Zum Aufgabenbereich von Sandmeier gehört auch das Aktuariat des Elektrizitätswerks Mellingen. Auch hier konnte er auf das Wissen von Pelloli zurück greifen: «Er hat mir auch in diesem Bereich ausführliche Information zusammengestellt.» Rückblickend stellt er fest: «Ich war froh, dass wir diesen Monat miteinander arbeiten konnten.» Jetzt liege es an ihm, die Verwaltung zu leiten.

Einstiegsphase koordinieren

Die Gemeinde Mellingen hatte in den letzten Monaten einige Wechsel zu verzeichnen. Mehrere langjährige Abteilungsleiter wurden pensioniert. «Dabei legt der Gemeinderat Wert auf gute Ablösungen», sagt Sandmeier. Frühzeitig widmet man sich der Personalrekrutierung, um während einer parallelen Einstiegsphase möglichst viel Wissen vom ausscheidenden auf den neuen Mitarbeitenden zu übertragen. Ein Verfahren, das besonders bei leitenden Funktionen wichtig ist.

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