Vorfreude
Zur Thermalbad-Eröffnung: Die Stadt Baden plant wieder ein grosses Bäderfest

Zur Eröffnung des neuen Thermalbads in zwei Jahren plant die Stadt ein grosses Fest beidseits der Limmat.

Andreas Fahrländer
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Keine Badenfahrt (wie hier 2017), aber ein grosses Fest für die Bevölkerung soll es in den Bädern geben.Bild: Alex Spichale/Archiv

Keine Badenfahrt (wie hier 2017), aber ein grosses Fest für die Bevölkerung soll es in den Bädern geben.Bild: Alex Spichale/Archiv

Alex Spichale

Die festfreudige Stadt Baden hat allen Grund zur Vorfreude. Noch vor der nächsten Badenfahrt 2023 wird es ein weiteres grosses Fest geben: Pünktlich zur Eröffnung des neuen Thermalbads und zur Einweihung des rundum erneuerten Bäderquartiers in zwei Jahren soll es auf dem Kurplatz und an der Limmatpromenade ein Bäderfest geben. Das hat der Stadtrat in seinen Legislaturzielen festgelegt und jetzt die Absicht in seinen Jahreszielen für das Jahr 2020 bekräftigt: «Das Bäderfest zur Eröffnung soll aufgegleist werden», heisst es dort.

Die Details stehen noch nicht fest: «Wir sind noch dabei, Ideen zu sammeln», sagt Stadtammann Markus Schneider (CVP). Er hat, zusammen mit seinem Büro, die Federführung bei der Planung. «Eine erste Idee ist ein dreitägiges Fest an einem Wochenende.» Im Rahmen des Bäderfestes soll einerseits das neue Bad eingeweiht werden. «Andererseits möchten wir den Beteiligten und der Bevölkerung mit dem Fest etwas zurückgeben nach der langen Planungs- und Bauphase in den Bädern.» Ein OK gebe es bisher noch keines. Er sei aber unter anderem in Kontakt mit der Gemeinde Ennetbaden, mit der Stiftung für Gesundheitsförderung und mit Oliver Eglin, dem Präsidenten des Badenfahrt-Organisationskomitees.

So wird das Thermalbad Baden Innen aussehen:

Neue Visualisierungen: So soll das neue Thermalbad Baden aussehen.
15 Bilder
Sauna.
Restaurant.
Innenansicht Badebereiche.
Schwimmbecken.
Aussenansicht.
Aussenansicht.
Aussenansicht.
Thermalbad Baden: So sieht das Botta-Bad von innen aus
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)

Neue Visualisierungen: So soll das neue Thermalbad Baden aussehen.

zvg

Auch den Verein Bagni Popolari, die Hotels und Restaurants im Quartier wie etwa die «Blume», das «Hörnli» oder den «Limmathof» wolle man miteinbeziehen. Das Ziel sei auf jeden Fall, das Fest so zu koordinieren, dass sowohl das neue Bad, das Ärztehaus und die Klinik als auch die heissen Brunnen in Baden und Ennetbaden sowie die Umgebungsgestaltung fertiggestellt sind. «Wir setzen alles daran, dass wir das gut koordinieren können. Es würde wenig Sinn machen, ein Fest zu feiern, wenn noch ein Baustein fehlt», so Schneider. Wann genau das Fest beidseits der Limmat stattfinden wird, ist deshalb noch unklar. Die Bauten im Bäderquartier sollen laut aktuellem Zeitplan gegen Ende 2021 eröffnet werden.

Erinnerungen an das Bäderfest 1985

Die Stadt Baden feierte schon einmal ein grosses Bäderfest – 1985, als man Geld sammelte, um den «Freihof» zu sanieren, und gleichzeitig 2000 Jahre Badener Bädertradition zelebrierte. Schon damals war man mit den Ennetbadener Nachbarn in Festfreude vereint. Die Badstrasse in den Kleinen Bädern wurde für den damals noch quälenden Durchgangsverkehr gesperrt und zum Festgebiet erklärt. Bei schönstem Sommerwetter wurde das Fest an einem Augustabend mit einem grossen Kurmusik-Festival im Kursaal eröffnet. Während zehn Tagen engagierten sich über tausend Mitwirkende, die das bunte Leben in den Bädern im Laufe der Jahrhunderte darstellten. Delegationen aus den Schwesterstädten Baden-Baden und Baden bei Wien waren zu Gast. Palino tanzte auf dem Seil über die Limmat.

Das Festgelände erstreckte sich vom Tränenbrünneli bis in den Mättelipark und die ganze Ennetbadener Sonnenberg- und Badstrasse entlang. Es gab eine 44-seitige Festzeitung, die dem BT und dem «Aargauer Volksblatt» beigelegt war, Theateraufführungen, Marktstände und über 30 Festwirtschaften sorgten für das leibliche und seelische Wohl. Dreh- und Angelpunkt war das rekonstruierte Verenabad auf dem Kurplatz. Der während Jahrhunderten in Baden festlich begangene Verenatag am 1. September bildete den Höhepunkt und Abschluss des zehntägigen Festes.

In den Badener Neujahrsblättern 1986 hiess es über das Fest: «Die Fülle der Veranstaltungen, Vergnügungen und Beizlein aufzuzählen, ist kaum möglich.» Mit dem Bäderfest wollte man auch die Bedeutung der Thermalbäder von Baden und Ennetbaden ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen und die Vorteile für die geplante Ennetbadener Orts- und Bäderumfahrung darstellen. Während das zweite Anliegen unterdessen hinfällig geworden ist, dürfte das erste zur Eröffnung des so lange herbeigesehnten neuen Thermalbads aktueller denn je sein.

Badenfahrt 2017 – die schönsten Augenblicke:

Badenfahrt 2017: Die schönsten Augenblicke
34 Bilder
Leinen los heisst es auf der Hochbrücke bei Herrn Schmidt.
Das Finale des Festspiels mit Merker Bianca und Musical Space Dream.
Festbeizen in neuen Dimensionen: «universALL» und «Dorian Grey».
Adrian Stern vor heimischem Publikum mit lokalen Musikern.
Die Beiz "Kubbbeiz zum chliine Björn" des Aargauischen Kubbverbands, vor der immer wieder Kubb gespielt wird.
Wer verliebt sich bei diesem Anblick nicht in das malerische Baden?
Die serbische Beiz "Kolo Baden" bot ein gemütliches Plätzchen an der Limmat und bot Live-Musik.
Einfach toll – die Badenfahrt bei Nacht. Schön war's: Die Badenfahrt 2017 bleibt in bester Erinnerung.
Die Projektion "Ouroburus" von Pascal Arnold beleuchtet den Stadtturm an der Badenfahrt. (21. August 2017)
Die Zurzibiet-Beiz "Baumhuus" auf dem Schlossbergplatz.
Festbesucher auf dem Schlossbergplatz. (21. August 2017)
Der erste Samstagabend wurde zu einer langen Partynacht. Die Dancefloors waren pumpenvoll. Im Bild: Charlies Dampfer.
Kreativ gestaltete Bars zierten die Limmat-Hochbrücke an der Badenfahrt. Das grosse Volksfest zählte mehr als 1,2 Millionen Besucher.
Umgekehrt: Die Zürcher Zünfte beehren die Aargauer Badenfahrt.
Nächtliches Baden mit Blick auf die Hochbrücke.
Exklusiv: Die Spanischbrötlibahn durfte als erste durch den neuen Bustunnel fahren.
Hoch hinaus.
Auch für Kinder ist die Badenfahrt ein Heidenspass.
Die SNCF-Lokomotive 30.R.1244 war am ersten Festsonntag mit ihrem Halt in Baden ein Publikumsmagnet.
Bei diesem Anblick schlägt wohl so manches Kinderherz höher – und nicht nur.
Hier steigt zehn Tage lang Party: unter der Hochbrücke.
Die Kreativität kennt keine Grenzen an der Badenfahrt: ein Pool in der Bar.
Die Raketenbeiz – ein Hingucker.
Jauchzen und Kreischen in der Lunapark-Region.
Innig: Ein Kuss während des Konzerts der Pedestrians
Mit allen Sinnen dabei: Der Dirigent des Wasserspiels, das beim Tränenbrünneli aufgeführt wird.
Leidenschaftlich: Adrian Stern bei seinem Konzert
Aufregend: Eine temporeiche Fahrt im Lunapark
Ausgelassen: Die Party-Nacht im Oceans Club
Konzentriert: Gezielter Wurf an den Kubb-Meisterschaften im Kurpark
Vorfreude: Blick aus dem Führerstand der Dampflock
Dynamisch: Ein Mädchen misst seine Kraft am Box-Automaten
Kreischend: Das Service-Team der Polygon-Bar in bester Laune

Badenfahrt 2017: Die schönsten Augenblicke

Sandra Ardizzone

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