Baden
Zwei Events in einem Jahr: «An der Badenfahrt merkten wir: Wir sind eine Bluesstadt»

17 Konzerte an acht Tagen – ab Samstag hat der Blues die Stadt wieder fest im Griff: Vom 20. bis 27. Mai findet das 14. Bluesfestival statt. Geschäftsführerin Susanne Slavicek verrät ihr persönliches Highlight und wie fest die Badenfahrt das Festival prägt.

Stefanie Garcia Lainez
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Susanne Slavicek

Susanne Slavicek

Alex Spichale

Frau Slavicek, das Bluesfestival ist in diesem Jahr nicht das einzige grosse Fest in der Stadt. Spürt man schon etwas vom Badenfahrt-Groove?

Susanne Slavicek: Der Vorverkauf läuft besser als im letzten Jahr – vielleicht sind die Badener schon in Festlaune. Zudem versprühen wir ebenfalls schon etwas Badenfahrt-Stimmung vor dem Nordportal, wo die Hauptkonzerte stattfinden.

Der Wettinger Laden Naturata stellt seinen Badenfahrt-Bagel vor und der Verein Cajun Moon kocht Jambalaya. Das Reisgericht aus der kreolischen Küche mit Original-Gewürzen aus Louisiana gibt es im August auch in unserer Musikbeiz namens «Tipitina’s», die wir zusammen mit dem Bluus Club und Cajun Moon betreiben.

An einem Stand stellen wir die Beiz den Bluesfestival-Besuchern vor. Über 400 Musiker treten auf.

Also sozusagen ein Festival am Festival. Wie schaffen Sie und Ihr Team diese doppelte Belastung, gleich zwei grosse Events zu organisieren?

Wir versuchen, im Büro möglichst viel Administratives zu übernehmen. Das Team ist sehr motiviert und bereit, Zusatzstunden zu leisten. Zudem verfügen wir nun doch schon über eine jahrelange Organisationserfahrung.

Hinzukommt, dass das Festival aus der Badenfahrt heraus entstanden ist. Nachdem wir mit Freunden 1991 zum ersten Mal eine Musikbeiz mit dem Namen Bluus Club an der Badenfahrt auf die Beine stellten, merkten wir: Wir sind eine Bluesstadt. Nach unserer zweiten Badenfahrt 1997 entwickelten wir verschiedene Ideen für die Zukunft. Daraus entstand unter anderem das Bluesfestival.

Das Bluesfestival geht in diesem Jahr bereits zum 14. Mal über die Bühne. Auf was dürfen sich die Besucher besonders freuen?

Wir haben wieder viele gute Musiker aus der Schweiz und dem Ausland. Ich freue mich gewaltig auf das Konzert vom Anthony Paule Soul Orchestra am 27. Mai im Nordportal. Das wird grossartig.

Wee Willi Walker, Frank Bey und Terrie Odabi sind begnadete Sänger. Zudem ist das Bluesfestival nach 13 Jahren wieder im Bäderquartier: Der junge Tessiner Andrea Bignasca spielt im Limmathof und der ehemalige englische Strassenmusiker Jack Broadbent tritt Atrium Hotel Blume auf.

Mit der Neubelebung des Quartiers durch das Botta-Bad ist die Zeit reif. Wir wollen zeigen, dass da etwas los ist und eine gute Atmosphäre herrscht.

Und was ist Ihr persönliches Highlight?

Quinn Sullivan – es gibt selten jemand, der so viel Talent hat wie der 18-jährige US-Amerikaner. Er verkörpert die Zukunft des Blues.

Und ich freue mich besonders, dass er sich mit unseren «BluesKidz» trifft. Denn Jugendförderung ist uns ein grosses Anliegen. Sullivan besucht die Probe der neun Mädchen und Jungs, die seit Oktober zusammen eigene Songs schreiben und einspielen.

Das Festival findet in diesem Jahr nicht nur in Beizen und Konzerthallen statt, sondern auch in den Läden. Weshalb?

Walk-in-Workshops: Das Festival in den Läden

Martin Baschung, Fr, 19. Mai

- 16 bis 16.30 Uhr: Info Baden

- 16.45 bis 17.15 Uhr: Ledergeber Mode

- 17.30 bis 18 Uhr: Fueter & Halder

- 18.15 bis 18.45 Uhr: Grieder Sport Baden

Walter Baumgartner und Joe Schwach, Sa, 20. Mai

- 11 bis 11.30 Uhr: Villa Paul

- 11.45 bis 12.15 Uhr: Ledergeber Mode

- 12.30 bis 13 Uhr: Fueter & Halder

- 13.15 bis 13.45 Uhr: Cortis Schweizer Weine

Martin Baschung, Sa, 20. Mai

- 14.30 bis 15 Uhr: Kovats Optik

- 15.15 bis 15.45 Uhr: Finnis

- 16 bis 16.30 Uhr: Cadenhead’s whisky and more

Gemeinsam mit «Citycom» wollen wir mehr Passanten in die Stadt und die Geschäfte locken. Deshalb bieten wir diesen Freitag und Samstag zusammen mit dem Gewerbe rund ein Dutzend gratis Walk-in-Workshops in den Läden an.

Martin Baschung führt durch die Geschichte des Blues und Walter Baumgartner zeigt mit Joe Schwach, wie Improvisation entsteht. Die Passanten können in den Geschäften verweilen oder mit den Musikern von Laden zu Laden flanieren.

Unter den Bands sind wieder viele Schweizer Musiker dabei. Darunter auch solche, die jedes Jahr auftreten.

Dass «Salz & Pfäffer» aus der Region und die «Wynavalley Oldtime Jazzband» das Bluesfestival am Samstag in der Innenstadt eröffnen, gehört inzwischen zur Tradition. Sie machen Stimmung und zeigen die grosse Bandbreite des Blues auf.

Wir wollen nicht nur die Jugend, sondern auch die Schweizer Bands fördern. Am Bluesfestival treffen heimische Musiker auf Bluesbands aus der ganzen Welt. Daraus entstehen immer wieder interessante Projekte.

Mehr Infos zum Festival finden Sie hier.

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