Eine Heimausstellung ist es gewissermassen für beide Künstlerinnen. Während Idlette Villiger in Schwyz geboren wurde und heute aber in Oberrohrdorf wohnt, machte Margrith Weber den umgekehrten Weg, sie wuchs in Wettingen auf und wohnt heute im Kanton Schwyz. Dass beide mit der Region verbunden sind, zeigte sich auch an der grossen Besucherzahl, die sie mit ihrer Vernissage zur Ausstellung «Malerei und Skulpturen» in die Zähnteschüür lockten.

Aus den angeregten Gesprächen hörte man schnell heraus, dass nicht wenige die beiden Künstlerinnen persönlich kennen oder zumindest gut mit deren Werken vertraut sind. Zufrieden war auch die Präsidentin der Zähnteschüür-Kommission, Rosmarie Sugaya. Nach einer musikalischen Einstimmung von Marianne Bally am Tenorsaxofon eröffnete sie die Vernissage.

Einfluss aus der Fremde

Die Werke von Idlette Villiger-Reichmuth und Margrith Weber-Joho sind immer auch Spiegelbild ihres Lebens und den dazugehörigen Erfahrungen. So passte sich das Schaffen Villigers immer an die Lebensabschnitte und die damit verbundenen Möglichkeiten an. «Jedoch strahlen alle ihre Werke grosse Wärme aus», konstatierte Rosmarie Sugaya.

Als geborene Schwyzerin und Tochter eines Holzbildhauers lebt Villiger schon seit Jahrzehnten in der Region Baden und hat seit 2008 ihr eigenes Atelier im Täfernhof in Dättwil. Margrith Weber-Joho, die in Wettingen aufwuchs und während der Bezirksschule in Baden zur Kunst fand, lebt heute im Kanton Schwyz.

Der Weg dorthin führte sie allerdings durch die verschiedensten Länder, verstreut über den ganzen Globus. Von dort holt sie nicht nur Inspirationen und Eindrücke für ihre Bilder. «Ich nehme von meinen Reisen auch immer Materialen nach Hause», erklärt sie. So finden nicht nur Öl und Acryl, sondern auch Sand und Erde aus Kuba oder Tibet ihren Weg auf die Leinwände von Weber-Joho.

Lokalkolorit in der Zähnteschüür

Die Ausstellung «Malerei und Skulpturen» ist die erste von zwei Ausstellungen dieses Jahr, die von der Zähnteschüür-Kommission initiiert werden. «Bei der Auswahl der Bewerbungen wird darauf geachtet, dass mindestens eine Ausstellung einen direkten Bezug zur Region hat», erklärt Rosmarie Sugaya. Dass dies 2013 mit der Gedenkausstellung zu Martin Duss im Oktober gar zweimal der Fall ist, erfreut die Präsidentin umso mehr.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Juni.