Unsere Bergbeizen
Zwei Restaurants gleichzeitig waren dann doch zu viel

Das Restaurant Belvédère von Wirtepaar Maria und Michael Moser ist das viertes Lokal in der Serie über die «Bergbeizen» der Region Baden.

Katharina Herzig
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Vom Schartenfels über die Baldegg auf die Allmend: Das portugiesisch-tirolische Wirtepaar Michael und Maria Moser in ihrem Restaurant Belvédère.Sandra Ardizzone

Vom Schartenfels über die Baldegg auf die Allmend: Das portugiesisch-tirolische Wirtepaar Michael und Maria Moser in ihrem Restaurant Belvédère.Sandra Ardizzone

Sandra Ardizzone

Seit Herbst 2012 sind Maria und Michael Moser Pächter des Restaurant Belvédère auf der Allmend. Das Ehepaar kennt man in der Region schon länger: Gut 14 Jahre waren sie die Wirte des Restaurant Baldegg. Stadtrat Roger Huber sprach damals von einer Erfolgsgeschichte. Sowohl der Stadtrat als auch die Ortsbürger, denen das Baldegg gehört, seien äusserst zufrieden gewesen. Dennoch hatten Michael und Maria Moser den Wunsch, nach etwas Neuem.

Als die Vorgänger des Belvédère in Konkurs gingen, ergriffen die Mosers ihre Chance. «Uns hat das Belvédère schon immer gefallen», sagt Michael Moser. Ein Jahr lang führten sie beide Lokale gleichzeitig. Schnell wurde ihnen bewusst, dass zwei Restaurants zu viel sind. Seit letztem Jahr konzentrieren sich die beiden nur noch auf das Restaurant auf der Allmend, das der Schützengesellschaft Baden gehört. «Wir führen das Belvédère gleich weiter wie das Baldegg», sagt Moser. Während ihr altes Lokal im April letzten Jahres von einem anderen Pächterpaar übernommen wurde, sind die gutbürgerliche Küche und ein Teil des Teams mit den Mosers ins Belvédère umgezogen. «Die Gastfreundschaft steht für uns im Mittelpunkt», sagt der Gastwirt. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Stammkunden von der Baldegg nun ebenfalls ins neue Lokal der Mosers kommen.

Michael Moser kommt ursprünglich aus dem Tirol, dort machte er seine Kochlehre. Seine Frau Maria ist Portugiesin. Kennen gelernt haben sie sich als Arbeitskollegen im Restaurant Schartenfels. Heute wie damals sind die Mosers ein eingespieltes Team. «Meine Frau ist die Chefin im Service, ich bin der Chef in der Küche», erzählt Michael Moser. Was sich zum Positiven verändert habe, sei der Abstand zur Arbeit: Früher wohnte die Familie im Nebengebäude des Restaurant Baldegg. Heute leben sie zwar noch auf der Allmend, aber mit grösserem Abstand zum Belvédère. «Im Baldegg waren wir praktisch immer in Betrieb. Jetzt können wir besser abschalten», sagt der Gastgeber.

Die gutbürgerliche Küche des Restaurant Belvédère bietet Klassiker wie Cordon bleu und Schweinsschnitzel oder Entrecote vom Angus-Rind. «Bei uns ist für jeden etwas dabei», sagt Moser. Passend zur Jahreszeit stehen jeweils unterschiedliche Gerichte auf der Karte. Im Herbst gibt es Wild, im Frühling Spargel- und Bärlauchspezialitäten. In den zwei Räumen ist Platz für 80 Leute. Bei schönem Wetter bietet die Gartenterrasse Platz für weitere 100 Gäste. Dazu kommt die einzigartige Aussicht über Baden und Wettingen.