Würenlos
Zwei Tage war die Mehrzweckhalle ein Zoo

Die Kleintierzüchter Wettingen-Würenlos zeigten ihre Tiere an der Jubiläumsausstellung. So gurrte, hoppelte und watschelte es für einmal in der Mehrzweckhalle Würenlos.

Sibylle Egloff
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Kleintierschau in der Würenloser Mehrzweckhalle
10 Bilder
Walter Egloff mit seiner Züchtung Dalmatiner Rex
Walter Egloff erklärt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rassen
Die Kinder erfreuen sich an den Kaninchen
Ein Niederrheiner Hahn
Gimpeltaube Goldgimpel mit Spitzhaube
Die Italienischen Hühner haben schnell ein Ei gelegt
Kingtaube
Thurgauer Schild schwarz
Schweizer Scheck

Kleintierschau in der Würenloser Mehrzweckhalle

Sibylle Egloff

Gackern, Gurren und Krähen füllte am Wochenende die Mehrzweckhalle Würenlos aus. Zu Gast war der Kleintierzüchterverein Würenlos-Wettingen, dessen Mitglieder 338 Kaninchen, 78 Hühner, 246 Tauben und 18 Enten ausstellten. Vor 10 Jahren hatten sich die Kleintierzüchter von Wettingen und Würenlos zusammengeschlossen. Das Jubiläum nahmen sie zum Anlass, die Verbandsausstellung Baden-Brugg-Zurzach zu organisieren.

Noch vor der Ausstellung wurden die Tiere von Richtern nach Schönheit und den jeweiligen Rassenvorschriften bewertet. 100 Punkte konnten für ein Tier maximal vergeben werden. Zu kurze Ohren bei Kaninchen oder weisse Flecken im Fell führten zu Punktabzügen.

Tipps der Fachleute

Hans Fuchs, Präsident des Kleintierzüchtervereins Würenlos-Wettingen, Walter Egloff, Ausstellungspräsident, und Heinrich Weidmann, Taubenobmann, führten durch die Ausstellung und gaben interessante Informationen zu den Rassen, ihrer Herkunft, ihrer Funktion sowie den Vor- und Nachteilen der Züchtungen. Der Trend ist deutlich, es werden vermehrt kleine Rassen gezüchtet. «Kleine Rassen machen weniger Mist, kosten weniger Futter und brauchen weniger Platz», stellt Hans Fuchs fest.

Dies bestätigt auch die Ausstellung, zahlreiche Zwergkaninchen und Ziergeflügel waren zu sehen. Darunter waren verbreitete Rassen, wie italienische Hühner oder Seidenhühner, aber auch so ausgefallenere wie, Flugtauben, die sich in der Luft rückwärts überschlagen, Kropftauben, die ihren Kropf als Futterspeicher nutzen können, oder Warzentauben, die extreme Nasenwarzen tragen. Eine besondere Attraktion waren die Weissbüscheläffchen. Die Veranstalter betonen bei der Führung die Bedeutung des Züchtens. «Es bereitet den Züchtern selbst nicht nur Freude. Das Züchten ist auch für die Erhaltung der Artenvielfalt bedeutend», sagt Hans Fuchs. «Ziel und Zweck der Schau ist es, der Bevölkerung die Tiere näher zu bringen. Ausserdem ist es für Kinder eine gute Möglichkeit, mit den Tieren in Kontakt zu treten, von denen sie fast täglich profitieren», erklärt Hans Fuchs die Motivation, den zweitägigen Event auf die Beine zu stellen.

Nach dem Gang durch die gelungene Ausstellung konnten sich die Besucherinnen und Besucher über Hirschwürste, Kartoffelsalat und Gehacktes mit Hörnli freuen.

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