Schulanfang
Zwei Welten: Den ersten Schultag unterschiedlich erlebt

Im Stapferschulhaus Brugg läuft der erste Schultag etwas anders als im Bezirksschulhaus Leuggern. «Erstklässler seien herzig», sagen die Lehrerinnen der Primarschule. In der Bezirksschule ist mehr die Konzentration gefordert.

Marc Reinhard
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«Erstklässler sind herzig»: Sabine Honegger (l.) und Barbara Herzog.

«Erstklässler sind herzig»: Sabine Honegger (l.) und Barbara Herzog.

Aargauer Zeitung

«Die machen das sehr gut» sagt Barbara Herzog, und Sabine Honegger nickt bestätigend. «Es ist einfach herzig: Die Schülerinnen und Schüler machen richtig intensiv mit und freuen sich riesig auf ein neues Erlebnis.»

Mit Begeisterung dabei

Montag, 11 Uhr: Gerade eben haben sich die beiden Lehrerinnen, die sich eine der zwei Erstprimarklassen im Brugger Stapferschulhaus «teilen», von ihren Schützlingen verabschiedet. Der erste Schultag ist für die Kinder bereits zu Ende. «Viel zu früh!», wie ein Bub mit Nachdruck findet, der gerne noch länger geblieben wäre.

Wie weit sich wohl diese Begeisterung in seine persönliche Schulzeit «hineinretten» lässt? Mit Stolz im Blick übergibt er jedenfalls seinem Mami die «Trophäe der ersten Stunde», eine selbst gebastelte Topfblume aus Stoff und Papier und schreitet mit gut gefülltem Schulranzen Richtung nach Hause und Mittagessen.

Alles ist neu und aufregend

Für die nächste Zeit haben die beiden Lehrerinnen keine Bedenken zur Motivation ihrer Abc-Schützen. Alles ist neu und aufregend. Der Stundenplan ist für die erste Zeit noch nicht so streng und hat neben den Pflichtfächern Platz für «ausgleichende» Tätigkeiten, welche die Kinder vom Kindergarten her kennen: «Wir singen oft und basteln oder malen». So hat bereits der erste Schultag begonnen: Ela und Alo, die beiden Stoffpuppen, die den Erstklässlern beim Lesenlernen helfen, haben die Kinder bereits in ihr Herz geschlossen. Und den Buchstaben «L» haben sie auch schon gelernt. Im hinteren Teil des Klassenzimmers fanden die Eltern bequem Platz. Sie durften am ersten Schultag bis zum Ende dabei sein.

Man sei glücklich, in diesem Jahr zwei erste Klassen führen zu können, sagt Barbara Herzog. «Weniger Kinder bedeuten mehr Platz im Klassenzimmer, aber auch mehr Aufmerksamkeit und Betreuung für jeden Einzelnen.» Zu Anfang gehe alles etwas langsamer, man brauche viel Geduld, erklären die beiden Lehrerinnen. Die Fortschritte der Schülerinnen und Schüler mitzuerleben, mache jedoch ihre Aufgabe bereichernd und spannend.

Ein Rundgang und viel Sitzungen

Louis Heimgartner, Schulleiter der Bezirksschule Leuggern, hat den ersten Schultag etwas anders erlebt:. Lange Sitzungen und Lehrerkonferenzen fordern die Ausdauer und die Konzentration der 18 Lehrkräfte und 5 Instrumental-Ausbildner im Haus.

Zwischen 9 Uhr und 10.30 Uhr haben die Schülerinnen und Schüler ihr neues Umfeld kennen gelernt und waren mit ihren Lehrern im Schulhaus unterwegs. «Sie machen einen Rundgang und sehen, was sich wo befindet, an welche Regeln sie sich halten müssen und welche Details wie organisiert sind.» Nachmittags beginne dann die Schule nach dem offiziellen Stundenplan in den Klassenzimmern.

Etwas weniger «herzig» geht es im Bezirksschulhaus Leuggern zwar zu, aber nicht weniger herzlich: Auf einem News-Ticker am Eingang des Schulhauses wird allen Schülerinnen und Schülern ein guter Start ins neue Schuljahr gewünscht.

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