Badener Stadtrat

Zwischenzeugnis für Geri & Co.: Mehr als «genügend» liegt nicht drin

Von links: Daniela Berger, Matthias Gotter, Roger Huber, Ruth Müri, Markus Schneider (Vizeammann), Geri Müller (Stadtammann), Regula Dell’Anno.

Von links: Daniela Berger, Matthias Gotter, Roger Huber, Ruth Müri, Markus Schneider (Vizeammann), Geri Müller (Stadtammann), Regula Dell’Anno.

Nicht nur die Schulkinder erhalten in diesen Tagen Noten. Auch die Redaktion des «Badener Tagblatts» stellt dem Badener Stadtrat ein Zeugnis aus: Zwei Stadträte erhalten gar eine ungenügende Note.

Heute ist für viele Schülerinnen und Schüler ein Freudentag – oder auch nicht. Noten gehören zu unserer leistungsorientierten Gesellschaft. In der Politik gibt das Stimmvolk die Noten jeweils am Wahltag. Die Redaktion erlaubt sich, den Mitgliedern des Stadtrates ein Zwischenzeugnis für die erste Hälfte der Amtsperiode auszustellen.

Markus Schneider (CVP): 5

Erfolg: Der Vizeammann übernahm im vergangenen turbulenten Sommer die Führungsrolle, wonach einige Projekte wie etwa die Bäder Fahrt bekamen. Dem ehemaligen Turnlehrer wird angelastet, dass er sich nicht für eine Dreifachturnhalle beim Burghalden-Projekt eingesetzt hat.

Daniela Berger (SP): 5 (wegen Rücktritt auch Abschlusszeugnis)

Erfolg: Brachte «Werkk» und den Kredit für das Historische Museum durch; keine Misserfolge, doch es fehlen weitere Impulse für die Kulturstadt Baden. Ihr Rücktritt ist ein Verlust.

Ruth Müri (team): 4,5

Erfolg: Der Bildungsvorsteherin wurde dieses Jahr neu auch das Ressort Standortmarketing anvertraut. Die Volksschule funktioniert recht gut, auch dank professioneller Leitung. Misserfolg: Müri konnte den Wegzug der International School nicht verhindern. Ihre Auftritte als Chefin Standortmarketing sollten noch prägnanter werden.

Roger Huber (FDP): 4,5

Erfolg: Von seinem Ressort Liegenschaften/Anlagen hört man wenig, das heisst jedoch, dass es gut läuft. Misserfolg: Gleichzeitig vermisst man etwas Innovation und Aktivität, bei der Entsorgung wie auch bei den Liegenschaften.

Regula Dell’Anno: 4

Erfolg: Im Kehl geht der Bau voran. Beim RPB ist der neue Chef eingeführt. Misserfolg: Hätte bei der Führungskrise im Kehl einwirken sollen, wenig kreativ im RPB (Problem Sonnenblick nach wie vor ungelöst).

Geri Müller (team): 3,5

Erfolg: Seine Beharrlichkeit ist erstaunlich. Will den Sparauftrag umsetzen. Misserfolg: Kaum Wirkung in seinem Wahlkampfthema (Stärkung/Wiederbelebung der Quartiere). Kein Erfolg bei der Zusammenschluss-Diskussionen mit Nachbargemeinden. Wirkt als Stadtammann regional isoliert.

Matthias Gotter (CVP): 3,5

Erfolg: Die Stadtpolizei betreut neu vier weitere Gemeinden Gebenstorf, Turgi, Untersiggenthal und Würenlingen. Misserfolg: Obschon es sich bei der Sicherheit um das «einfachste» Ressort handelt, ist die politische Führung nicht spürbar, fehlende Rückendeckung der Polizei beim Fall «Schnäggli» (Verhaftung nach Fussballspiel). Ausserdem drohten Polizisten mit Kündigung. Ordnungsthemen (siehe Parkierungsreglement) werden nicht aufgenommen.

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