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BDP druckt Plakate mit FDP-Kandidatin Egerszegi

BDP wirbt für Egerszegi

BDP wirbt für Egerszegi

Ist Ständeratskandidatin Christine Egerszegi jetzt zur BDP übergerlaufen? Diese Frage drängt sich auf, wenn man die neusten Egerszegi-Plakate sieht. Da posiert die FDP-Frau mit dem Logo der BDP.

Nein, nein, wehrt BDP-Präsident Bernhard Guhl ab. Christine E-gerszegi sei nicht Mitglied der BDP geworden. Die FDP-Ständerätin geniesst einzig und allein einen speziellen Support der «Gelben».

Im Klartext heisst das: Die BDP hat Plakate mit dem Konterfei von Egerszegi und ihrem Logo gedruckt. Darauf wird die bisherige Stän-derätin zur Widerwahl empfohlen und die eigene Partei gelobhudelt.

BDP druckt, FDP hängt

Die BDP hat die Druckkosten bezahlt. Laut Guhl sind es keine 1000 Franken. Gedruckt wurden mehr als 100 aber keine 1000 Plakate. Aufgehängt werden sie von FDP-Mitgliedern. «Das ist die Abma-chung», sagt Guhl.

Guhl bezeichnet das Ganze als Spontan-Idee, die von einem BDP-Vorstandsmitglied nach dem ersten Wahlgang lanciert wurde. Präsi-dent Guhl findet die Aktion gut, er habe in seinem Nachdiplomlehr-gang «Marketing» einen solchen Fall behandelt.

Egerszegi wählt Widmer-Schlumpf

Es geht Guhl aber nicht nur um Marketing, sondern auch um hand-feste Politik. Egerszegi habe einen guten Job gemacht und verdiene die Wiederwahl. Zudem mache sie Sachpolitik, vertrete im Ständerat den Kanton und nicht ihre Partei, so Guhl weiter.

Und - nich ganz unbedeutend: Egerszegi hat klar signalisiert, dass sie bei den Bundesratswahlen BPD-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wählen wird. Kauft die BDP also Stimmen? Guhl lacht und verneint.

Egerszegi selber hat nichts gegen die Werbeaktion, sie hat ihr viel-mehr zugestimmt. «Das Plakat haben wir gemeinsam gemacht», sagt Guhl. (rsn)

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