Nur wenige Wochen nach dem grossen Husemer Fäscht konnte die Bevölkerung am Vorabend des 1. August bereits wieder auf dem neu gestalteten Dorfplatz feiern. Festrednerin Barbara Horlacher, Bruggs Stadtammann (Grüne) und Vizepräsidentin des Planungsverbands Brugg Regio, zeigte sich begeistert vom Gemeindemotto «Zäme huse». Genau dieses Miteinander sei auch die Leitidee, «aus der unsere Schweiz entstanden ist».

Der Staat sei entstanden, weil die Menschen entschieden haben: Wir wollen uns zusammentun, zusammenarbeiten, gemeinsame Lösungen finden. «Wir sind uns bewusst, dass wir unterschiedlich sind und trotzdem gehören wir zusammen», sagte Horlacher. Damit das Miteinander funktioniert, müsse man kommunizieren und bereit sein, andere Argumente und Ansichten zu verstehen und manchmal auch über den eigenen Schatten zu springen. «Es ist wichtig, dass wir Probleme so angehen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Entscheidungen auch mittragen kann», hielt Frau Stadtammann fest. Und es sei dann Aufgabe der Mehrheit, der Minderheit Hand für die Zusammenarbeit zu bieten. «Jede und jeder, die oder der mitmacht und mitdenkt, hält die Gesellschaft am Leben», so die Festrednerin.

Um stark zu sein, sei auch die regionale Zusammenarbeit wichtig. So liegt Horlacher die Region Brugg als Wirtschafts- und Bildungsstandort besonders am Herzen, auch im Hinblick auf einen möglichen neuen Mittelschulstandort.