Medizinisches Zentrum

15-jähriges Bestehen: Mehr als 31000 Patienten in Brugg behandelt

Das Medizinische Zentrum Brugg (MZB) feiert das 15-jährige Bestehen. Ein Geburtstagskuchen darf es da schon mal sein, auch wenn es in all den Jahren nicht immer einfach war.

Auf die Vergangenheit und auf die Zukunft ist angestossen worden im Medizinischen Zentrum Brugg (MZB). Dieses hat sich seit seiner Gründung zu einer festen Grösse entwickelt in der ambulanten Medizin im Aargau.

Am 1. Juli 2005 ist der Betrieb aufgenommen worden im MZB. Es war ein Freitag, am Tag nach seiner Jugendfestrede und nach einer kurzen Nacht, blickte Verwaltungsratspräsident Otto H. Suhner zurück. Mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Vertretern des Verwaltungsrats sowie Gründungsmitgliedern ist diese Woche das 15-jährige Bestehen gefeiert worden – coronabedingt im kleinen Rahmen.

Auf den Stiftungsrat kam ein Riesenaufwand zu

Der Weg war mitunter beschwerlich, kam in den Ausführungen des Verwaltungsratspräsidenten zum Ausdruck. Mit dem regierungsrätlichen Sparpaket im 2003 wurde der Standort des damaligen Bezirksspitals in Frage gestellt, gesucht wurde in Brugg eine Lösung für den Fortbestand des Akutspitals. Keiner habe an den Riesenaufwand gedacht, der auf den Stiftungsrat zukomme, stellte Suhner fest. Es mussten unzählige Sitzungen abgehalten und Absprachen getroffen werden, es galt, ein Konzept auszuarbeiten, Arbeitsverträge abzuschliessen, Widerstände abzubauen, Aktienkapital zu beschaffen oder die Betriebsbewilligung zu erkämpfen und das Inventar – unter erschwerten Bedingungen  – zu übernehmen. Das Thema habe alles in allem 35 Bundesordner gefüllt. Suhner erinnerte auch an die Protestdemonstration mit rund 6000 Personen, die sich gegen die Schliessung des Bezirksspitals wehrten.

Im Juli 2005 konnten die ersten 53 Eingriffe vorgenommen werden. Inzwischen kommt das MZB auf insgesamt über 56000 Eingriffe, behandelt wurden alles in allem über 31000 Patienten. In diesem Jahr werde die Grenze geknackt von 100 Mio. Franken Umsatz, sagte Geschäftsleiter Jürg Meier. Das MZB, das aktuell rund 40 Mitarbeitende beschäftigt und auf knapp 50 Belegärzte zählen darf, habe viel erreicht. Der eingeschlagene Weg soll weiter beschritten werden. Hinter all diesen Zahlen, hob Meier hervor, stehen Menschen. Denjenigen, die seit Anfang an dabei sind, wurde mit einem Blumenstrauss gedankt für ihren Einsatz und ihre Treue.

Schweizer Spitallandschaft ist im Umbruch

Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher bezeichnete es als eindrücklich, was entstanden sei dank Beharrlichkeit. Das MZB sei ein wichtiger Teil des Gesundheitszentrums Brugg, der Stadt und der Region.

Verwaltungsratspräsident Suhner wies in seinem Ausblick auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen hin, die eine grosse Herausforderung darstellen. Die Schweizer Spitallandschaft ist im Umbruch, sagte er und nannte als einen Grund die Spitalfinanzierung. Das MZB wolle, so lautet das Ziel, auch in Zukunft die Anlaufstelle sein für medizinische Fragestellungen im Zentrum des Kantons und hoch qualifizierte Dienstleistungen anbieten mit einer kompetenten und persönlichen Behandlung und Betreuung. Miteinander könnten die anstehenden Aufgaben bewältigt werden, zeigte sich Suhner überzeugt.

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