Brugg

Ab 2020 gibts nur noch eine Kehrichtabfuhr pro Woche statt zwei

Abfallsäcke an der Sammelstelle bei der Alten Post an der Schulthess-Allee in Brugg.

Abfall bei der Alten Post in Brugg

Abfallsäcke an der Sammelstelle bei der Alten Post an der Schulthess-Allee in Brugg.

Eine Kommunikationspanne führt dazu, dass Brugger von einer Sparmassnahme in der Abfallbewirtschaftung erfahren, bevor sie der Stadtrat definitiv beschlossen hat.

So war das nicht geplant: In den IBB-News vom September steht, dass die Stadt Brugg ab dem 1. Januar 2020 nur noch eine Kehrichtabfuhr pro Woche durchführt und nicht wie bisher zwei. Die aktuelle Höhe der Gebühren bleibe allerdings bestehen. Was sich die Stadt hier mit dem Halbieren der Leistung bei gleichem Preis leiste, sei schon frech, kommentierte ein Brugger auf Facebook.

Nachdem einige ihrem Ärger über diese Sparmassnahme Luft gemacht haben, schaltete sich Stadtrat Reto Wettstein ein und erklärte, dass die IBB mit der Information vorgeprescht sei. Die Stadt werde im November über das neue Konzept orientieren, nachdem es vom Stadtrat verabschiedet ist. Ein Grundsatzentscheid zur Hauptänderung liegt hingegen vor.

Die Brugger Energieversorgerin IBB hat aufgrund eines Missverständnisses zwischen der Stadt Brugg und ihr die Massnahmen früher als geplant kommuniziert. «Die IBB entschuldigt sich dafür und hofft, dass die Anstrengungen der Stadt, die Entsorgungsinfrastruktur zu modernisieren, auf grosse Akzeptanz stossen wird», teilt IBB-Sprecherin Margot Keist mit. Die IBB verrechnet im Auftrag der Stadt Brugg die Kehrichtgebühren (Grundgebühr 70 Franken netto pro Privathaushalt und Jahr) und leitet diese ohne Abzug an die Stadt weiter.

Unterflursammelstellen sollen neu eingeführt werden

Bisher wurde in allen Quartieren der Stadt Brugg – mit Ausnahme der Altstadt – zweimal pro Woche eine Kehrichtabfuhr durchgeführt. Im Hinblick auf die Integration der Gemeinde Schinznach-Bad ins Gesamtgebiet der Stadt Brugg per 1. Januar 2020 sei die Kehrichtabfuhr gemeinsam mit der Abfuhrunternehmung Voegtlin-Meyer AG neu überdacht und organisiert worden, schrieb der Stadtrat am Mittwochnachmittag in einer Medienmitteilung.

Zur Einführung von Unterflursammelstellen ist ein Konzept in Bearbeitung. Ziel sei es, künftig die Wertstoffe wie Glas, Blech/Alu, Textilien, aber auch Müllsäcke unter die Erdoberfläche zu verbannen. Aus Sicht der Stadt führt die konsequente Abfalltrennung zu einer Reduktion des Restmülls. Mit der Beschränkung der wöchentlichen Kehrichtabfuhr von zwei auf eine könnten die unregelmässige Auslastung der Kehrichtfahrzeuge sowie die Fahrt in die Kehrichtverbrennungsanlage optimiert werden.

Das in Bearbeitung stehende Konzept «Einführung von unterirdischen Sammelsystemen» wird in Etappen eingeführt. «Die Abfallentsorgung ist ein Eigenwirtschaftsbetrieb und wird über die Abfallgebühren finanziert», so der Stadtrat. Wie die Finanzierung im Detail erfolgt und wo die Standorte sind, wird im Konzept dargelegt. 

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