Gebenstorf-Windisch

Abfuhr an Gemeinden: Wird Radroute nicht aufgewertet, gibt es keine Bundesgelder

Der Reusssteg zwischen Windisch und Gebenstorf ist repariert und kann für Fussgänger und Velofahrer wieder geöffnet werden.

nzwischen wird der eine Pfeiler durch eine Stahlkonstruktion verstärkt. Ab heute ist die Brücke wieder offen.

Der Reusssteg zwischen Windisch und Gebenstorf ist repariert und kann für Fussgänger und Velofahrer wieder geöffnet werden.

Die Reussbrücke zwischen Gebenstorf und Windisch muss erneuert werden – Stand jetzt will der Kanton keine finanzielle Hilfe leisten.

Die Reussbrücke zwischen Gebenstorf und Windisch ist derart marode, dass sie erneuert werden muss. Die entsprechenden Kredite müssen die Gemeindeversammlung in Gebenstorf sowie der Einwohnerrat in Windisch genehmigen. Das dürfte im nächsten halben Jahr passieren.

Zurzeit laufen die Arbeiten zur Stabilisierung der Brücke, damit die wichtige Langsamverkehrsroute so rasch wie möglich wieder geöffnet werden kann. Gemäss der Windischer Gemeindepräsidentin Heidi Ammon kann die Brücke Dienstag übrigens für den Fuss- und Veloverkehr bereits wieder freigegeben werden. Die Arbeiten gingen rascher voran als ursprünglich angenommen.

Der Neubau der Brücke wird einiges kosten. Als Referenzprojekt kann der Aaresteg bei der Mülimatt herangezogen werden. Windisch und Gebenstorf haben bereits Anfang Sommer den Kanton um finanzielle Unterstützung angefragt.

Gesetzliche Grundlage für Mitfinanzierung fehlt

Die Abteilung Bau, Verkehr und Umwelt erteilte den Gemeinden aber eine Abfuhr. Grund dafür: «Diese Veloverbindung ist nicht Bestandteil des kantonalen Radroutennetzes», sagt Matthias Adelsbach, stv. Kantonsingenieur. «Daher fehlt die gesetzliche Grundlage, sie als kantonale Radroute mitzufinanzieren.»

In den Planungen des Velonetzes im Rahmen des regionalen Gesamtverkehrskonzepts (rGVK) Oase sei die Verbindung aber als Velo-Nebenverbindung vorgesehen. Auch im rGVK Oase werden diese Velo-Nebenverbindungen vollständig durch die Gemeinden zu finanzieren sein.

«Die beiden Gemeinden wurden im Antwortschreiben des Departements Bau, Verkehr und Umwelt darauf hingewiesen, dass sie ihr Vorhaben im Rahmen des nächsten Agglomerationsprogramms Aargau-Ost beim Bund für einen Finanzbeitrag anmelden können», sagt Adelsbach.

Es muss eine Aufwertung der Verbindung passieren

In den Agglomerationsprogrammen könne der Bund für unterstützungswürdige Massnahmen Finanzbeiträge zwischen 30 Prozent und 50 Prozent leisten, fügt Adelsbach an. «Allerdings werden keine reinen Sanierungsprojekte mitfinanziert», stellt er klar. «Es muss eine Aufwertung, zum Beispiel für den Fuss- und Veloverkehr, stattfinden, damit sich der Bund finanziell beteiligt.»

Um einen finanziellen Zuschuss des Kantons für die Erneuerung der Reussbrücke zwischen Gebenstorf und Windisch zu erhalten, braucht diese Langsamverkehrsverbindung eine höhere Bedeutung im Radroutennetz in der Region. Die Gemeindevertreter haben bereits angekündigt, sich um eine finanzielle Beteiligung des Kantons weiter zu bemühen.

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