Schinznach-Dorf

AGV-Präsident Kurt Schmid: «Schwinger sind wie Unternehmer»

Der Gewerbeverein Schenkenbergertal feierte sein 30-Jahr-Jubiläum. AGV-Präsident Kurt Schmid hat in seiner Rede Parallelen zwischen Schwingern und Unternehmern gezogen. Beide müssen den richtigen Weg zwischen Angriff und Risikoabschätzung finden.

Mit 30 Jahren steht man mitten im Leben, sprudelt vor Ideen und ist immer in Bewegung. Genau so hat sich der Gewerbeverein Schenkenbergertal anlässlich seines runden Geburtstags am Samstagabend in der Aula in Schinznach-Dorf präsentiert.

Für die wichtigsten Teilnehmer des Abends wurde der rote Teppich ausgerollt. Mitglieder und Gäste trauten ihren Augen kaum, als sie die Aula betraten: Mit modernen weissen Hockern und Tischen wurde die Aula in eine gemütliche Lounge verwandelt. Edle Kerzenständer, farbiges Licht, viele Grünpflanzen und in der Ecke eine Strandbar sorgten für das besondere Ambiente.

Statutenänderung zeigt Erfolg

Dario Abbatiello, Präsident des Gewerbevereins Schenkenbergertal, betonte in seiner Begrüssungsrede, dass es für Unternehmer wichtig sei, stets aktiv zu sein. Vieles sei schnelllebig und deshalb leider auch oberflächlich geworden, so Abbatiello. Umso bedeutsamer sei es, das Wir-Gefühl unter den Unternehmern zu stärken, damit der Gewerbeverein noch viele Jubiläen feiern könne.

Der Gewerbeverein Schenkenbergertal beschloss an seiner letzten Generalversammlung eine Statutenänderung zur Erhöhung der Mitgliederzahl. Neu können auch Betriebe aus benachbarten Regionen – aus Scherz, Holderbank oder Bözberg – Vereinsmitglied werden. Diese Anpassung stiess auf positives Echo: Anfang Jahr zählte der Verein noch 78 Mitglieder, nun sind es bereits 87.

Als der Gewerbeverein Schenkenbergertal 1983 gegründet wurde, wohnte der heutige Gemeindeammann von Schinznach-Dorf, Urs Leuthard, noch nicht im Tal. Er habe aber sehr schnell von diesem dynamischen Verein gehört, weil das Gewerbe im Tal eine grosse Bedeutung habe. Alleine in Schinznach-Dorf gebe es über 700 Arbeitsplätze und im ganzen Tal seien es gegen 2000 – darunter seien sehr innovative Betriebe und Anbieter von Ausbildungsplätzen. «Viele junge Leute bekommen hier eine Perspektive», stellte Leuthard fest. Die Aufgabe der Politik sei es, günstige Rahmenbedingungen fürs Gewerbe zu schaffen, was mit dem neuen Raumplanungsgesetz eine besondere Herausforderung darstelle. Verdichtetes Bauen werde deshalb auch in der Gewerbezone immer wichtiger, so der Gemeindeammann. «Das Gewerbe im Tal kennt keine Gemeindegrenzen. Als Politiker bin ich manchmal ein bisschen neidisch», sagte Leuthard mit Anspielung auf die missglückte Grossfusion im Schenkenbergertal.

Angriff und Risikoabschätzung

Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbeverbands (AGV), kam gerade vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf. «Schwinger sind wie Unternehmer», so Schmid. «Sie müssen den richtigen Weg finden zwischen Angriff und Risikoabschätzung.» Schmid lobte den Gewerbeverein, für seine Öffnung über das Tal hinaus, damit sich die Unternehmer noch besser vernetzen können.

Der Abend bot unzählige Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen: Sei es an der Strandbar, beim Grillieren auf der Bühne oder beim Schlendern durch die Lounge. Für musikalische Unterhaltung sorgten The Black Beats und das Caruso Chillout Orchestra.

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