Brugg

Auf dieser Anlage hat der Zug bestimmt nie Verspätung

Christof Perren bedient die Bahnanlage im Dachstock. Neben dem Bahnhof befindet sich eine Eisenbahnlandschaft.

Christof Perren bedient die Bahnanlage im Dachstock. Neben dem Bahnhof befindet sich eine Eisenbahnlandschaft.

Dieses Wochenende ist es wieder so weit. Während drei Tagen lädt der Brugger Modelleisenbahn-Club zur öffentlichen Vorführung ein und präsentiert einige Neuheiten auf der detailverliebten Landschaft.

Mitten in der Brugger Altstadt steht das Kornhaus. Dort befindet sich nicht nur die Regionalpolizei, das Bezirksgericht oder das regionale Zivilstandsamt, sondern auch der Brugger Modelleisenbahn-Club (BMC). Jährlich lädt der Verein zur öffentlichen Vorführung der Modelleisenbahnanlage ein.

Ein neuer Berg und eine Bahnhofsarkade wurde dieses Jahr auf der detailverliebten Anlage gebaut. Christof Perren, eines der jüngeren Klubmitglieder erklärt: «Wir versuchen jedes Jahr bei der Vorführung etwas Neues zu präsentieren, dies ist nicht immer leicht, denn es kommen auch jährlich Renovationsarbeiten auf der Anlage dazu.» Gebaut wird beim Modelleisenbahn-Club von Frühling bis Herbst. Im Winter ist es im obersten Stock des Kornhauses zu kalt.

Zweimal wöchentlich treffen sich die passionierten Mitglieder, um gemeinsam an ihrer Anlage zu bauen. Der Klub betreibt eine Spur-0-Anlage, sprich der Abstand zwischen den beiden Gleisinnenkanten ist 45-mal kleiner wie beim Original. Ursprünglich wurde der Verein als Badener Modelleisenbahn-Club im Jahre 1975 gegründet. Mit dem Umzug nach Brugg wurde im Laufe der Zeit der Name angepasst.

Länge von 1005 Metern

Mittlerweilen besitzt der Klub eine Bahn mit einer Gleislänge von 1005 Metern. Bis im Herbst 2005 wurden rund 175 000 Franken in den Bau der Anlage durch Mitgliederbeiträge, Spenden und Eintritte investiert. Der Verein besteht aus 132 aktiven und passiven Mitgliedern. «Die Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Berufen: Handwerker, Büroangestellte oder Ärzte. Wir alle haben eines gemeinsam – die Leidenschaft für Modelleisenbahnen. Es gibt auch grosse Altersunterschiede zwischen den Mitgliedern, dies macht das Klubleben umso spannender», so Christof Perren.

Die meisten der Mitglieder besitzen ihre eigenen selbst gebauten Fahrzeugmodellen. Das Nachbauen eines Fahrzeuges sei ein Riesenaufwand und ein schwieriges Handwerk. Dazu gehöre auch, dass man die Originale aufsucht, fotografiert und genaustens studiert, erklärt Perren. Der Klub freut sich dieses Wochenende wieder auf zahlreiche Besucher.

Öffentliche Vorführungen Samstag, 25. Oktober von 10-18 Uhr und Sonntag, 26. Oktober von 12-17 Uhr in der Untere Hofstatt 4 (3.OG), Brugg.

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