Brugg/Zurzach

Aus 225 Gemeinderatsmündern klingts unisono: «Ich gelobe es»

Die Brugger Stadträte beim Appell (von links): Willi Däpp (neu), Vizeammann Andrea Metzler, Reto Wettstein (neu), Leo Geissmann (neu) und Stadtammann Daniel Moser.Alex Spichale

Die Brugger Stadträte beim Appell (von links): Willi Däpp (neu), Vizeammann Andrea Metzler, Reto Wettstein (neu), Leo Geissmann (neu) und Stadtammann Daniel Moser.Alex Spichale

225 geloben gemeinsam: Die neu gewählten oder im Amt bestätigten Gemeinderäte aus den Bezirken Brugg und Zurzach sind am Donnerstagabend im Bad Zurzacher Verenamünster in Pflicht genommen worden.

Ob es an der feierlichen Stimmung lag, an der eindrücklichen Musikdarbietung oder ganz einfach an der Tatsache, dass es im Verenamünster in Bad Zurzach nie wärmer wird als 16 Grad Celsius – einige der Gemeinderäte dürften während ihrer Inpflichtnahmefeier Gänsehaut gehabt haben.

225 neu gewählte oder im Amt bestätigte Exekutivmitglieder waren am Donnerstag angereist, davon 120 aus dem Bezirk Brugg, der Rest aus dem Bezirk Zurzach. Auch ein Erlinsbacher hatte sich unter die Gemeinderäte gemischt: Vizeammann Hans Rudolf Hubeli.

Zwei kurze Ansprachen durften die jeweiligen Bezirkspräsidenten der Gemeindeammännervereinigung halten. Annemarie Baumann (Bözen) ging auf die Beweggründe ein, weshalb jemand ein öffentliches Amt antritt: «Man will mittendrin stehen, nicht nur daneben.» Und warnte: «Die Arbeit im Rat ist kein Sonntagsspaziergang – eher ein Marathon: Es gibt ein Ziel, aber das ist manchmal noch nicht sichtbar.»

Herzblut und Nerven

Peter Hirt (Döttingen) rief seine Amtskollegen dazu auf, immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung zu haben. «Kommunizieren Sie offen und ehrlich miteinander, und immer mit dem nötigen Respekt», sagte er. «Jeder kann von jedem lernen, aber einer muss den Anfang machen.»

«Sie sind bereit, Herzblut in das Amt zu investieren, aber auch Nerven», sagte Regierungsrat Urs Hofmann. Ohne eine grosse Portion Idealismus sei das Amt nicht machtbar. Und: «Reich an Geld ist als Gemeinderat noch kaum jemand geworden, aber dafür reich an Erfahrungen.»

Yvonne Reichlin, Leiterin der kantonalen Gemeindeabteilung, sprach zum Schluss die Gelöbnisformel. Und aus 225 Gemeinderatsmündern klang unisono: «Ich gelobe es.»

225 Gemeinderäte aus den Bezirken Zurzach und Brugg werden feierlich in Pflicht genommen.

225 Gemeinderäte aus den Bezirken Zurzach und Brugg werden feierlich in Pflicht genommen.

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