Brugg

Ausbau der Campus-Passage: Beim Bund liegen rund vier Millionen Franken bereit

David Hunziker, SP.

David Hunziker, SP.

SP-Einwohnerrat David Hunziker macht sich stark für den Ausbau der Bahnhofunterführung Campus-Passage. 15 Jahre nach der Vision will er Taten folgen lassen.

Funkstille herrscht seit einiger Zeit beim sogenannten «Mausloch». Der Brugger SP-Einwohnerrat David Hunziker nimmt einen neuen Anlauf, setzt sich beim Stadtrat ein für einen Bericht und gegebenenfalls einen Antrag zum Ausbau der Bahnhofunterführung für den Langsamverkehr. Geplant werden soll die Campus-­Passage in Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Windisch, den SBB sowie dem Kanton Aargau.

«Seit neun Jahren ist es still um die Campus-Passage», stellt Hunziker in seinem Postulat fest. Verschiedene Varianten seien geprüft worden, blickt er zurück. Ziele der Stadt Brugg gewesen seien in einer Machbarkeitsstudie im 2009 eine «attraktive, angemessene Verbindung» und einen «Ort mit städtischen Qualitäten» zu schaffen sowie die «Eliminierung der Engpässe».

Finanzierungszusagen haben gefehlt

Einiges habe sich verändert in den letzten Jahren rund um den Bahnhof Brugg, führt Hunziker aus und erwähnt die Inbetriebnahme von Fachhochschul-­Campus, Personenunterführung Mitte oder Busterminal Bahnhof/Campus. Die Campus-Passage habe aufgrund fehlender Finanzierungszusagen zurückgestellt werden müssen. Der SP-Einwohnerrat verweist auf den Entwicklungsrichtplan «Vision Mitte» von 2005. In diesem stehe: «Die bestehende Trennung zwischen Brugg und Windisch ist durch attraktive Querungen aufzuweichen.» Für Hunziker ist klar: «15 Jahre nach dieser Vision müssen diesen Worten auch Taten folgen.»

4,1 Mio. Franken müssen abgeholt werden bis 2027

Aus dem Agglomerationsprogramm 1, fügt er an, liegen seitens des Bunds seit vielen Jahren 4,1 Mio. Franken für den Ausbau der Unterführung bereit. Diese müssten bis voraussichtlich 2027 abgeholt werden, da sie sonst verfallen. Kurz: «Brugg und Windisch haben zusammen eine Hochschule, ein zusammengewachsenes Zentrum und in Zukunft eine mehrheitlich gemeinsame Bau- und Nutzungsordnung», fasst Hunziker zusammen. «Was fehlt? Eine attraktive Verbindung für den Langsamverkehr.» (mhu)

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