Region brugg
Badis leiden unter Lockdown - nur noch Schulen dürfen kommen

Mit dem erneuten Lockdown bleiben die Schwimmbäder im Bezirk Brugg geschlossen. Auch die letztjährige Bilanz fällt negativ aus.

Katja Gribi
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Das Hallen- und Freibad Brugg zählte 34% weniger Eintritte als im Vorjahr.

Das Hallen- und Freibad Brugg zählte 34% weniger Eintritte als im Vorjahr.

mhu (30. März 2017

Derzeit steht das öffentliche Leben grösstenteils still. Auch in den Hallen- und Thermalbädern dümpelt das Wasser vor sich hin – sie müssen wegen der neuen Vorschriften bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Eine Umfrage zeigt, wie sich die Situation auf die Jahresbilanz 2020 auswirkte und wie die Pläne für das aktuelle Jahr aussehen.

Brugger Badi für Schulklassen geöffnet

Der Schwimmunterricht gehört zur Regelschulzeit und ist damit systemrelevant. Deshalb darf das Hallen- und Freibad Brugg für alle angemeldeten Schulen geöffnet bleiben. «Für Private und Vereine muss das Bad vorerst bis Ende Februar geschlossen bleiben», erklärt Matthias Guggisberg, Stadtschreiber von Brugg.

Die Thermalbäder und Saunen sowie das zugehörige Restaurant in Schinznach-Bad bleiben dagegen geschlossen, wie Marketingleiterin Heidi Feuz der Bad Schinznach AG verlauten lässt. «Die Privat-Klinik ‹Im Park› und das Kurhotel ‹Im Park› sowie Massage, Kosmetik und Podologie sind aber weiterhin offen», meint sie weiter. Umsatzeinbussen durch Pandemie

Umsatzeinbussen durch Pandemie

Dass die Pandemie auf die Jahresbilanz einen grossen Einfluss hatte, liegt nahe. So verzeichnete das Hallen- und Freibad Brugg 34% weniger Eintritte wie im Vorjahr. Nur die Freibadsaison sei beinahe so ergiebig gewesen wie im Vorjahr, sagt Guggisberg. «Trotz der coronabedingt verkürzten Freibadsaison konnten fast ebenso viele Gäste wie in den letzten Jahren begrüsst werden. In der Summe verzeichnete das Freibad lediglich 7% weniger Gäste als im Vorjahr», bemerkt er. In Schinznach-Bad fällt die Bilanz weniger gut aus. «Im Bäderbereich beträgt der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr über 30%», berichtet Feuz. «Die über 300 Mitarbeitenden der Bad Schinznach AG mussten zur Sicherung der Arbeitsplätze zur Kurzarbeit angemeldet werden.»

Pläne für das aktuelle Jahr gibt es im Brugger Bad dennoch. «Das Hallenbad ist 39 Jahre alt, es besteht Erneuerungsbedarf. Bevor die Planung für die Gesamtsanierung startet, wird dieses Jahr eine Zustandsanalyse durchgeführt», schildert Guggisberg die Lage. «Zudem ist eine Optimierung der Website in Planung, damit sich die Gäste besser mit mobilen Geräten über Neuigkeiten der Badi Brugg informieren können.»