In Sachen Alterswohnungen scheint es derzeit Schlag auf Schlag zu gehen: Erst im Sommer konnten im ehemaligen Alterszentrum Brugg 54 neue Alterswohnungen bezogen werden. Bis Ende 2019 werden weitere 55 Wohneinheiten gebaut. Dafür gibt es eine Warteliste mit über 300 Interessierten.

Am vergangenen Wochenende konnte die Genossenschaft «Wohnen für Fortgeschrittene Kastanienbaum» den Erweiterungsbau in Lupfig im Beisein von Architekt Daniel Schatzmann einweihen. Während der einjährigen Bauzeit sind neun 2½-Zimmer-Wohnungen entstanden, die ab Januar gemietet werden können. «Freundlich, hell und grosszügig», so beurteilten die zahlreichen Besucher die neuen Alterswohnungen. Die Überbauung am Kastanienweg verfügt jetzt über insgesamt 23 Wohnungen, wovon eine vom Team Süd der Spitex Region Brugg AG bezogen wurde.

«Man muss nicht alt sein»

Von den neun neuen Wohnungen sind laut Genossenschaftspräsident Ueli Rufli bereits drei vermietet. Mit anderen Worten: Sechs sind noch zu haben, ebenso eine 3½-Zimmer-Wohnung von der ersten Bauetappe. Das Angebot richtet sich übrigens nicht nur an Senioren. Rufli präzisiert: «Man muss nicht alt sein. In einer Wohnung lebt eine Familie mit einem Kind. Für die zweite Etappe mussten wir sogar einen Spielplatz bauen.»

Entstanden ist das Projekt, das sich primär an die Bevölkerung im Eigenamt richtet, auf der Basis des Altersleitbilds der Region Birrfeld und dank grosszügiger Unterstützung der Gemeinde Lupfig. «Wir haben einige Anfragen und sind zuversichtlich, dass wir alle Wohnungen bis zum 1. April 2019, dem offiziellen Zügeltermin, vermietet haben werden», fährt Rufli fort.

Für viele Mieter im fortgeschrittenen Alter bedeutet der Wegzug aus den vertrauten vier Wänden einen «gewaltigen Schritt», sagt Rufli. Oft seien es die Kinder, die einen Elternteil dazu motivieren. Und das brauche eben Zeit. Rufli bezeichnet das zentral gelegene Wohnangebot als begleitetes Wohnen mit monatlichem Begegnungscafé im Gemeinschaftsraum und Unterstützung durch den Vorstand.

Ebenfalls an zentraler Lage entsteht in Windisch derzeit die Residenz zur Linde mit 31 modernen Appartements. Bezugsbereit sind sie ab 1. März. Zum Mietpreis gehören ein 24-Stunden-Notrufsystem, Teilnahme an Aktivitäten und Veranstaltungen im benachbarten Lindenpark sowie Hilfestellungen und Beratungen durch die Teams der Sanavita. Weitere Dienstleistungen wie Reinigung, Wäscheservice, Mahlzeitendienst oder pflegerische Betreuung können gegen separate Bezahlung individuell dazugebucht werden.

Laut Médard Hasler von der Sanavita AG sind bereits 17 der 31 Wohnungen vermietet. Die Nachfrage sei sehr gut. Besonders gefragt seien die 1½- und 2½-Zimmer-Wohnungen, deutlich weniger die 3½-Zimmer-Wohnungen.