Brugg
Baustellen waren die grosse Herausforderung: Der Marktchef geht nach 23 Jahren in Pension

Nach 23 Jahren als Marktchef geht Rolf Hitz von der Regionalpolizei Brugg in Pension. Am Dienstag erlebte er seinen letzten Maimarkt in seiner Funktion.

Janine Müller (Text und Foto)
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Der Brugger Marktchef Rolf Hitz (links) mit seinem Nachfolger Rolf Urech im gestrigen Markttreiben. Passend dazu hat sich noch ein Polizeiballon ins Bild geschlichen.

Der Brugger Marktchef Rolf Hitz (links) mit seinem Nachfolger Rolf Urech im gestrigen Markttreiben. Passend dazu hat sich noch ein Polizeiballon ins Bild geschlichen.

Janine Müller (jam)

In der Luft liegt der Duft von Magenbrot, gebrannten Mandeln und Würsten vom Grill. Gemütlich schlendern die Brugger Marktbesucher am Dienstag von Stand zu Stand vom Eisi bis ans untere Ende der Altstadt. Mittendrin: Rolf Hitz, Marktchef und Angehöriger der Regionalpolizei (Repol) Brugg. Es ist sein letzter Maimarkt als Marktchef, im Juni geht der langjährige Mitarbeiter in Pension.

Rolf Hitz trat am 1. November 1981 in das Korps der damaligen Stadtpolizei Brugg ein. Seit dem Jahr 1984 war er Stellvertreter des damaligen Marktchefs. 1995 übernahm er die Verantwortung als Marktchef. In seiner Zeit reduzierte sich die Anzahl Märkte pro Jahr in Brugg von sieben auf drei. Den Markt organisieren; dafür schauen, dass das Angebot vielfältig ist; Markthändler kontrollieren und Standgebühren einziehen – so vielfältig waren die Aufgaben von Rolf Hitz.

Mit seiner Art ist Rolf Hitz bei den Markthändlern in Brugg beliebt. Das hat die kurze Rede bewiesen, die Hans Wyder im Namen der Händler und der Marktvereinigung gehalten hat. «Rolf Hitz war sehr engagiert. Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass es in Brugg keine Stände mehr gibt mit ausländischen Marktfahrern ohne Bewilligung. Das schätzen wir sehr», meint Wyder. «Er hat sehr vernünftig gehandelt.»

Vertreter der Marktvereinigung haben am Dienstagmorgen bei den Markthändlern Geld gesammelt und Rolf Hitz damit ein Abschiedsgeschenk gekauft. Klar, dass die Produkte vom Markt stammen: ein Rucksack, gefüllt mit Verpflegung, dazu Tickets für eine Fahrt auf den Stoos. Lobende Worte hat auch Repol-Chef Heiner Hossli für seinen Mitarbeiter bereit: «Rolf war stets pflichtbewusst, hat den Markt immer gut organisiert und auf eine gute Durchmischung der Anbieter geachtet.»

Wenn Rolf Hitz auf seine 23 Jahre als Marktchef zurückschaut, so erwähnt er vor allem die Baustellen als grosse Herausforderung. «Einmal mussten wir den Maimarkt ausfallen lassen, weil die Altstadt eine einzige Baustelle war», erinnert er sich. «Schwierig war jeweils auch, wenn der Markt organisiert war und dann stellte jemand an einem Haus in der Altstadt ein Gerüst auf. Da mussten wir flexibel sein.» Rolf Urech tritt die Nachfolge von Rolf Hitz an und war bereits am Dienstag praktisch als neuer Marktchef unterwegs – eng begleitet von Hitz, der diesen sonnigen Markttag geniessen konnte. Der nächste Markttag in Brugg ist im November.

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