Brugg
Bekannter «Gastroph» zauberte das Jubiläums-Menü am Kulinarium

Der Quartierverein Altstadt hat am achten Kulinarium in Brugg sein 40-jährigen Bestehen gefeiert. Dafür konnte der Verein Kulturhunger einen wichtigen Exponenten der Neuen Helvetischen Küche gewinnen.

Louis Probst
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Achtes Kulinarium in Brugg
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Die Gäste genossen des Jubliäums-Menü. Hauptbestandteil bildete ein feines «Gersten-Risotto mit süssen, sonnengetrockneten Tomaten und der Frische des Stangenselleries auf einem Ratatouille-Beet von lokalem Gemüse».
Der Quartierverein Altstadt hat am achten Kulinarium in Brugg sein 40-jährigen Bestehen gefeiert. Elisabeth Brönnimann (Verein Kulturhunger) und Dominic Church, Präsident Quartierverein Altstadt.
Dominic Church bei seiner Jubiläumsansprache.
Begleitet wurde das Kulinarium durch die Brugger Band Ostrava.

Achtes Kulinarium in Brugg

Louis Probst

«Vierzig Jahre Quartierverein Altstadt – das muss gefeiert werden», so Vorstandsmitglied Elisabeth Brönnimann. Sie hatte den Verein Kulturhunger eingeladen, als Köche für den Anlass zur Verfügung zu stehen. Und gefeiert wurde das: in der Brugger Altstadt, mit dem achten Kulinarium. Begleitet wurde das Kulinarium durch die Brugger Band Ostrava. Ihr gelang es, mit ihrem «eigenwilligen klezmerisch-balkanischen Eintopf mit einer Prise Pavarotti»– so die Band über sich selbst – das Publikum in den Bann zu ziehen. Im Mittelpunkt stand aber natürlich, wie sich das für ein Kulinarium geziemt, das Jubiläums-Menü.

Unter dem Titel «Der Geschmack der Saison» zauberte Serge Goustoo mit seiner Brigade ein Menü auf die Holztische in der Hofstatt, das ganz nach dem Gedankengut der Neuen Helvetischen Küche komponiert war. Hauptbestandteil bildete ein feines «Gersten-Risotto mit süssen, sonnengetrockneten Tomaten und der Frische des Stangenselleries auf einem Ratatouille-Beet von lokalem Gemüse». Soweit, auszugsweise, die Speisekarte. Aber auch eine prächtige, mit Früchten verzierte Jubiläums-Torte fehlte nicht.

Mit Serge Goustoo konnte der eingeladene Verein Kulturhunger einen wichtigen Exponenten der Neuen Helvetischen Küche gewinnen. Goustoo war ursprünglich in der Finanzbranche tätig, führt heute ein bekanntes Lokal in Zürich und bezeichnet sich als Gastrosoph – mit Anlehnung an Descartes sagt er von sich: «Ich denke, also koche ich; ich esse, also bin ich.»

Wie Esskultur ganzheitlich gefördert werden soll

Diese Neue Helvetische Küche versteht sich als ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der Esskultur. Angestrebt wird dies durch eine digitale Vernetzung von lokalen Produzenten und Konsumenten. Damit soll für die Konsumenten eine neue Lebensqualität geschaffen und gleichzeitig das wirtschaftliche Umfeld der Nahrungsmittelproduzenten verbessert werden. Und letztlich wird durch die Verwendung regionaler Produkte auch der ökologische Fussabdruck der Lebensmittelproduktion kleiner.

«Das Kulinarium ist ein Beispiel für Engagement und Zusammenarbeit», so Dominic Church, Präsident des Quartiervereins Altstadt. «In der Altstadt fehlt es nicht an Einwohnerinnen und Einwohnern, welche die Ärmel hochkrempeln, gemeinsam etwas auf die Beine stellen und das Leben in der Altstadt gestalten. So ist es heute, und so war es auch vor 40 Jahren bei der Gründung des Quartiervereins. Ich bin überzeugt, dass wir, so wie wir das Coronajahr 2020 bewältigen, auch die Zukunft meistern werden.»

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