Bezirk Brugg
Grüner Einwohnerrat aus Windisch: «Wir sind ein spannendes Team und voller Tatendrang»

Der starke Zulauf hat die Grünen dazu bewogen, in Windisch erstmals mit einer eigenen Liste in den Einwohnerratswahlkampf zu steigen. In Brugg präsentiert sich die Kandidatensuche für den Herbst noch etwas harziger.

Claudia Meier
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Sie kandidieren in Windisch auf der Liste der Grünen für den Einwohnerrat (von links): Esther Duran-Gloor, Matthias Zehnder, Eliane Frei, Nicolas Frei, Eliane Fischer, Julian Widmer, Tom Strebel. Es fehlt Isabelle Schneider.

Sie kandidieren in Windisch auf der Liste der Grünen für den Einwohnerrat (von links): Esther Duran-Gloor, Matthias Zehnder, Eliane Frei, Nicolas Frei, Eliane Fischer, Julian Widmer, Tom Strebel. Es fehlt Isabelle Schneider.

Bild: zvg/Sari Zehnder

Die Wahlen für den 40-köpfigen Einwohnerrat in Windisch für die Amtsperiode 2022–25 finden am Sonntag, 28. November, statt. Im Gegensatz zur Stadt Brugg haben sich Grüne-Einwohnerräte in Windisch bisher in der SP-Fraktion engagiert. Jetzt treten sie zum ersten Mal mit einer eigenen Liste zu den Gesamterneuerungswahlen an.

An der virtuellen Mitgliederversammlung der Grünen-Bezirkspartei vom Donnerstagabend unter der Leitung von Präsident und Grossrat Robert Obrist aus Schinznach stellten sich einige der motivierten Mitglieder persönlich vor. Laut Robert Obrist war das Ziel in Windisch, mindestens sechs Kandidierende für die Einwohnerratswahlen zu finden, um sich für eine eigene Liste zu entscheiden und künftig in der Grünen-Fraktion zu politisieren.

Zwei Bisherige sowie junge Eltern und Studenten

Vorstandsmitglied Matthias Zehnder ist Ansprechperson der Windischer Ortsgruppe und bereits Einwohnerrat. Er sagte, dass man dieses Ziel mit derzeit acht Personen erreicht habe und die Suche nach Interessierten weiterlaufe. Zu den Kandidierenden zählt die bisherige Einwohnerrätin Esther Duran-Gloor, die von der CVP zu den Grünen wechselt.

Neben den beiden Alteingesessenen sind auch junge Eltern und Studenten dabei. Die neu Kandidierenden sind (in alphabetischer Reihenfolge): Eliane Fischer, Eliane Frei, Nicolas Frei, Isabelle Schneider, Tom Strebel und Julian Widmer.

Quartierentwicklung, Biodiversität und Energie

Fachlich ist das grüne Team aus Windisch breit abgestützt und bringt Know-how aus verschiedensten Bereichen mit. Die Kompetenzen der Kandidierenden umfassen unter anderem Energie und Umwelt; Raumplanung und ÖV; Naturschutz und Landschaftspflege; Bildung und Jugendarbeit. Zehnder sagte nach der Sitzung der Ortsgruppe: «Wir sind ein spannendes Team und voller Tatendrang.»

Als politische Schwerpunkte bezeichnete er Energie, Biodiversität und nachhaltige Quartierentwicklung. Windisch soll als Energiestadt klar Position für das Klimaziel 2050 des Bundes beziehen, lautet ein Kernanliegen. Dazu seien konkrete Massnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen notwendig. Die Biodiversität im und um den Siedlungsraum soll gezielt gefördert werden. Als Grundlage diene das Natur- und Landschaftsentwicklungskonzept der Stadt Brugg und der Gemeinde Windisch.

In der Quartierentwicklung unterstützen die Grünen Windisch eine nachhaltige und familienfreundliche Planung. Dazu gehören für die Partei neben einem guten Schul- und Betreuungsangebot auch die Förderung der Radwege sowie sichere Fusswege und Begegnungsorte. Die Grünen lehnen den Brugger «Oase»-Ast in der aktuellen Form klar ab.

Schinznach-Bad könnte den Bruggern helfen

Die Grünen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den anderen Mitte-Links-Fraktionen im Einwohnerrat. Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher, die an der Versammlung für die Stadtratswahlen nominiert wurde, riet den Bruggern Kollegen bei der Kandidatensuche auch an Schinznach-Bad zu denken.

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