Brugg

Big-Band mit Alphorn: FHNW-Studenten laden zum Konzert

Reto Anneler (r.) präsentiert die Big-Band der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit einem Alphornspieler.

Reto Anneler (r.) präsentiert die Big-Band der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit einem Alphornspieler.

Die Big-Band der Fachhochschule Nordwestschweiz gibt am 18. Januar ein grooviges Konzert im Salzhaus in Brugg.

Den Passanten dürften die grossen Instrumentenkoffer auffallen, die jeden Mittwochabend an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch im Untergeschoss des Gebäude 4 des Campus verschwinden.

Sie verschwinden in den Proberaum der FHNW-Big-Band. Stationiert am Campus Brugg-Windisch musizieren Studenten, Dozenten und Alumni gemeinsam mittwochs unter der Leitung von Dirigent Reto Anneler. «Der Mittwoch ist schon seit langem unser Probetag», sagt Leiter Reto Anneler. Zurzeit wird für das Konzert vom 18. Januar im Salzhaus Brugg geprobt. Mit dabei sind 26 Musiker.

Der Saxofonist Reto Anneler stiess vor eineinhalb Jahren zur Big-Band. Gespielt wird in der Region. Auch wenn die Big-Band den Namen der Kantonsübergreifenden Fachhochschule trägt, ist sie hauptsächlich in der Region Brugg-Windisch verwurzelt.

Eine grosse Vielfalt unter den Mitgliedern

Ursprünglich vor etwa 20 Jahren gegründet, gehört die Big-Band mittlerweile zum etablierten Studentenangebot an der FHNW. «Studenten der Hochschule für Technik und der Hochschule für Wirtschaft erhalten für zwei Semester Credits für ihre Teilnahme», erklärt Anneler.

Auch wenn die Studenten nur für zwei Semester Credits erhalten, blieben sie trotzdem oft länger. «Die meisten haben bleibende Freude am gemeinsamen Musizieren», sagt Anneler. Dass die Studenten der Pädagogik ihr Mitwirken in der Big-Band nicht ausbezahlt bekommen, sei sehr schade, aber dem sonst schon überfüllten Fächerkanon geschuldet.

Die Vielfältigkeit der Truppe – die Altersspanne reicht von Anfang 20 bis Mitte 50 – und die unterschiedlichen Vorbildungen und Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder seien keine Gründe, dass der Spass an der Big-Band verginge. Ja, vielmehr dürfte es dadurch zusammen sogar interessanter werden.

Mit der aktuellen Mitgliederzahl ist Reto Anneler zufrieden, weitere Musikanten seien aber durchaus willkommen. Er hat das Gefühl, viele würden die Anforderungen der Big-Band überschätzen. Die FHNW kommuniziert zwar, man müsse sein Instrument beherrschen und Noten lesen können, wenn man beitreten möchte.

Anneler selbst hat aber eigentlich nur eine Erwartung: ein wenig Fleiss und Anwesenheitspflicht. Gespielt werden am kommenden Samstag im Salzhaus Brugg groovige Stücke von Amy Winehouse, The Blues Brothers, Adele und Santana.

Sie möchten die Weltherrschaft an sich reissen

Zum Repertoire gehört auch ein Alphorn-Solostück. «Ein Alphorn in einer Big-Band ist eher ungewöhnlich, aber das zeigt auch unsere Vielfältigkeit auf. Man muss nicht unbedingt ein typisches Big-Band-Instrument spielen, um dabei sein zu können.», sagt Anneler. Das Konzert beginnt um 20.15 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Es gibt einen Barbetrieb. Der Eintritt ist gratis, gesammelt wird für eine Kollekte.

Neben ihren halbjährlichen Konzerten zum Semesterabschluss, spielen die FHNWler an Diplomfeiern oder an externen Anlässen, als Beispiel ist hier das Stadtfest Brugg zu nennen. Wie es mit der Big-Band weitergeht, ist für den Dirigenten klar: «Wir wollen die Weltherrschaft an uns reissen», scherzt er. Spass beiseite, eine Prognose wagt er noch nicht zu äussern. Aber was sicher ist, man wolle auch in Zukunft begeistern und von den Musikern dürfte noch einiges zu hören sein.

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