Brugg/Windisch

Bitte einsteigen! Letzte Bahnfahrt nach Schinznach-Dorf

Im Bahnpark Brugg kommen die Eisenbahnfans auf ihre Kosten. Der Park und das Eröffnungsfest von SBB Historic in Windisch lockten die Bähnler in Scharen an.

Der 5-jährige Morris aus Tegerfelden sitzt in einem älteren Eisenbahnwagen, der von einer Rangierlok E2/2, Baujahr 1910, angetrieben wird. Die Fahrt vom Bahndepot zum Bahnhof Brugg ist kurz. «Warum sind nur zwei Wagen angehängt?», fragt Morris. Ganz einfach: Der Kurzzug ist ein Shuttle-Zug, der laufend neue Gäste zum Tag der offenen Tore im Bahnpark Brugg transportiert.

Voller Dampf voraus: Eindrücke von den historischen Bahnfahrten in Brugg.

Mit Volldampf: Eindrücke von der historischen Shuttle-Fahrt.

Und hier stehen die vielen Eisenbahnfans aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland am Sonntag um die Mittagszeit Schlange. Sie stehen an, um sich etwas zum Essen zu holen, um ein Getränk zu kaufen, um auf die Toilette zu gehen und nicht zuletzt, um ein schönes Bild von der Familie vor einer geschichtsträchtigen Lokomotive zu machen. Da können dann auch mal böse Worte fallen, wenn zum wiederholten Mal Fremde ins Bild laufen.

Einer, der immer den Überblick hat und geduldig Auskunft gibt, ist Präsident Gregor Tomasi von der Stiftung Bahnpark Region Brugg. Ausgestattet mit Leuchtweste und Megafon weist er die Besucher darauf hin, wann der Dampftriebwagen zum nächsten Mal zum Bahnhof Schinznach-Dorf fährt. Mit dem Neubau des Bözberg-Eisenbahntunnels wird der seit Jahren stillgelegte Bahnhof Schinznach-Dorf abgerissen. «Nutzen Sie heute die letzte Gelegenheit, mit der Bahn nach Schinznach-Dorf zu fahren!», so Tomasi.

Eisenbahnmekka ist gewachsen

Im Bahndepot ist das Betreten von gewissen Loks und Wagen ausdrücklich erwünscht. Dazwischen werden alte Schienennägel oder DVDs von Bahnfahrten sowie Kitsch, der viele Sammlerherzen höher schlagen lässt, zum Verkauf angeboten.

Szenenwechsel: Per Shuttle-Bus oder per Fahrrad gehts zum Eröffnungsfest von SBB Historic auf der Windischer Seite. «Ich habe seit 38 Jahren ein Generalabonnement. Damit gehöre ich bestimmt zu den Rekordhaltern», erzählt ein Eisenbahnfan einer Empfangsdame. Clevere Köpfe üben sich in der Bibliothek im Fahrplanlesen, um die nicht ganz einfachen Wettbewerbsfragen zu beantworten.

Morris’ Vater, Patrick Hauenstein, schätzt das ganze Ambiente (siehe Umfrage unten) und ist froh, dass für den familienfreundlichen Anlass kein Eintritt verlangt wird. Er wird vermutlich nächstes Jahr wieder kommen und sein Auto mit drei Generationen Bahnliebhabern füllen.

Warum sind Sie am Tag der offenen Tore? Was fasziniert Sie an alten Eisenbahnen?

«Wir sind zum zweiten Mal hier und haben alle sieben Plätze im Auto besetzt. Jetzt fahren wir, von einer über 100-jährigen Rangierlok angetrieben, zum Bahnhof und zurück ins Depot. Die Elektroloks erinnern mich an meine Jugendzeit, ein schönes Gefühl.»

Patrick Hauenstein, 35 aus Tegerfelden

«Wir sind zum zweiten Mal hier und haben alle sieben Plätze im Auto besetzt. Jetzt fahren wir, von einer über 100-jährigen Rangierlok angetrieben, zum Bahnhof und zurück ins Depot. Die Elektroloks erinnern mich an meine Jugendzeit, ein schönes Gefühl.»

«Ich bin zum ersten Mal am Tag der offenen Tore. Ein ehemaliger Schulkollege, der später als Lokführer arbeitete, hat mir den Tipp gegeben. Da das Wetter mitgespielt hat, bin ich nun gekommen. Die Technik der alten Eisenbahnen fasziniert mich.»

Peter Brugger, 75 aus Oberentfelden

«Ich bin zum ersten Mal am Tag der offenen Tore. Ein ehemaliger Schulkollege, der später als Lokführer arbeitete, hat mir den Tipp gegeben. Da das Wetter mitgespielt hat, bin ich nun gekommen. Die Technik der alten Eisenbahnen fasziniert mich.»

«Jetzt habe gerade fotografiert und gefilmt wie eine riesige Dampflok gewendet wird. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich bin nämlich zum ersten Mal hier und werde noch mit dem Dampftriebwagen nach Schinznach-Dorf fahren.»

Livio Marti, 8 aus Obernau LU

«Jetzt habe gerade fotografiert und gefilmt wie eine riesige Dampflok gewendet wird. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich bin nämlich zum ersten Mal hier und werde noch mit dem Dampftriebwagen nach Schinznach-Dorf fahren.»

«Ich bekomme seit der Kindheit einfach nicht genug von diesem alten Rollmaterial. Wir haben zu Hause eine Modelleisenbahn, aber in Originalgrösse ist alles viel schöner. Ich bin selber in zwei Vereinen aktiv und komme immer gerne nach Brugg.»

Tanja Strasser, 24 aus Münchenbuchsee

«Ich bekomme seit der Kindheit einfach nicht genug von diesem alten Rollmaterial. Wir haben zu Hause eine Modelleisenbahn, aber in Originalgrösse ist alles viel schöner. Ich bin selber in zwei Vereinen aktiv und komme immer gerne nach Brugg.»

«Ich komme jedes Jahr gerne. Mein Ehemann arbeitet bei den SBB in Brugg. Mir gefällt an den nostalgischen Eisenbahnen, dass sie Ausstrahlung und Charakter haben. Wir werden auch noch am Eröffnungsfest von SBB Historic vorbeischauen.»

Heidi Niederberger, 56 aus Wildegg

«Ich komme jedes Jahr gerne. Mein Ehemann arbeitet bei den SBB in Brugg. Mir gefällt an den nostalgischen Eisenbahnen, dass sie Ausstrahlung und Charakter haben. Wir werden auch noch am Eröffnungsfest von SBB Historic vorbeischauen.»

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