Brugg
Das 1:1 Modell für die Sitzanlage vor dem Salzhaus gibt es für maximal ein Jahr

Auf die Stufenanlage aus Holz soll eine aus Stein folgen. Für das Provisorium wurde Geld im Budget eingestellt. Die Öffentlichkeit kann mitreden, was sie vom Projektvorhaben hält. Denn es sind noch weitere Massnahmen zur Aufwertung der Hofstatt angedacht.

Claudia Meier
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Eine Sitztreppe vor dem Salzhaus Brugg soll die Aufenthaltsqualität in der Hofstatt steigern.

Eine Sitztreppe vor dem Salzhaus Brugg soll die Aufenthaltsqualität in der Hofstatt steigern.

Bild: Claudia Meier
(8. Oktober 2019)

In der geschichtsträchtigen Hofstatt fehlt es insbesondere entlang des Salzhauses an Sitzgelegenheiten. Das soll sich nun ändern. Ab Freitag liegt auf der Abteilung Planung und Bau ein Baugesuch für ein Provisorium einer Sitzstufenanlage auf. Das Holzmodell soll für ein Jahr bewilligt werden «zur Beurteilung einer kommenden Aufwertungsmassnahme Hofstatt». Die definitive Lösung erfordert ein neues Baugesuch.

Läuft alles nach Plan, kann das Holzmodell Anfang Mai installiert werden. Dieses diene als Versuchsanlage, um einerseits die Wirkung auf die Belebbarkeit des Ortes und andererseits dessen Funktionalität zu testen, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Und weiter: «Es ist geplant, die steinerne Ausführung der Anlage im Frühjahr 2022 nach Beschlussfassung durch den Einwohnerrat zu realisieren.» Die Aufwertung der Hofstatt sei eine der Massnahmen aus dem Altstadtentwicklungsleitbild.

Altstadtbewohner wollen wissen, wie es mit Lärm und Littering aussieht

Dass es zuerst ein 1:1 Modell installiert wird, sei ein Wunsch der Altstadtbewohner gewesen, sagt Stadtammann Barbara Horlacher. Es gehe darum, herauszufinden, wie die Belebung funktioniere und welche Nebeneffekte – wie Lärm oder Littering – entstünden. Die Kosten für das Holzmodell von 10'000 Franken sind im Budget eingestellt.

Im Frühling 2018 wurde neben dem Salzhaus in der Brugger Hofstatt eine Linde gepflanzt. Nun soll sie mit einem Rundbank ergänzt werden.

Im Frühling 2018 wurde neben dem Salzhaus in der Brugger Hofstatt eine Linde gepflanzt. Nun soll sie mit einem Rundbank ergänzt werden.

Bild: Claudia Meier

Zusammen mit einer Arbeitsgruppe von Anwohnern, Fachleuten und weiteren interessierten Personen ist die Projektierung dieser Anlage unter der Leitung der Naef Landschaftsarchitekten GmbH und der Abteilung Planung und Bau von Herbst 2020 bis Anfang 2021 erfolgt. «Mit dieser Arbeitsgruppe wird im Sommer 2021 wiederum der Modellversuch ausgewertet», hält der Stadtrat fest.

Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, sich ebenfalls zum Projekt zu äussern. Dieses beinhaltet zudem eine Begrünung des verbleibenden Geländers, die Montage einer neuen Langbank auf der Kanzel vor dem Salzhaus und einer Rundbank um die Linde.