Sanierung

Brugg freut sich: Der Kanton trägt alle Umgestaltungs-Kosten

Die Süssbachunterführung zwischen Brugg und Windisch stellt für Velofahrer ein Ärgernis dar.

Die Süssbachunterführung zwischen Brugg und Windisch stellt für Velofahrer ein Ärgernis dar.

Mit der Sanierung der Süssbachunterführung gibts die erste sichere Veloverbindung zwischen Brugg und Windisch.

Seit Jahren ist die Süssbachunterführung in Brugg zwischen der Aarauerstrasse und dem Kabelwerk-Areal ein Ärgernis für Fussgänger und Velofahrer: Sie ist eng, relativ dunkel und mit einem allgemeinen Fahrverbot versehen. Wer mit dem Velo auf einem direkten Weg von Brugg nach Windisch will, müsste es unter den Bahngleisen durchschieben oder riskiert bei der Fahrt über den Neumarkt-Knoten sein Leben.

Dass es neben praktischen Fusswegen auch eine sichere und befahrbare Verbindung für Velofahrer braucht, ist allen schon lange klar. Nicht klar war hingegen, wo diese Verbindung optimiert werden soll, wie der Hochwasserschutz ausgestattet sein muss und wer die Kosten für die Umgestaltung tragen wird. Jetzt haben sich die Stadt Brugg und der Kanton geeinigt. Für die Stadt werde das Umgestaltungs-Projekt gratis und franko realisiert, schreibt die Zeitung «Regional». Die Kostenteiler-Frage erübrigt sich nun, weil es sich beim 0,9-Millionen-Franken-Vorhaben für die Erneuerung der Unterführung um ein Projekt an der nationalen Radroute handle.

Das Projekt wird nach den Herbstferien aufgelegt

Der Stadtrat habe dem kantonalen Projekt Ende Juni zugestimmt, hielt Bruggs Tiefbau-Bereichsleiter Stefan Zinniker gegenüber «Regional» fest. «Zurzeit werden noch geringfügige Projektoptimierungen im Bereich der Rampe Seite Brugg untersucht», ergänzt Projektleiter Guido Sutter vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Die Projektauflage soll nach den Herbstferien erfolgen.

Eine Optimierung auf der Brugger Seite wird noch angestrebt, weil das bestehende Fahrverbot aufgrund des grossen Gefälles und der unübersichtlichen Situation nicht einfach aufgehoben werden kann.

Das Begehren nach einer anderen Signalisation als «Allgemeines Fahrverbot» und somit ähnlich einer Begegnungszone wird laut Stefan Zinniker mit der Sektion Verkehrssicherheit nochmals geprüft und der Signalisationsplan allenfalls angepasst. Damit niemand vom Velo absteigen muss, «soll das Radfahren auf der Rampe Seite Brugg im Schritttempo gestattet sein», erklärt Sutter. Künftig müssten sich in der umgestalteten Unterführung problemlos zwei Radfahrer kreuzen können. Dazu wird die bestehende Trennwand abgebrochen und weiter Richtung Süssbach eine neue 1,4 Meter hohe Wand erstellt.

Die Bsetzisteine auf den Rampen verschwinden

«Der Bach bleibt offen, hat jedoch gegenüber dem bestehenden Zustand etwas weniger Platz», fährt der Projektleiter fort. Eine periodische Überflutung der Trennmauer sowie eine damit verbundene Sperrung der Unterführung müsse gegenüber dem heutigen Zustand in etwas grösserer Häufigkeit in Kauf genommen werden, sagt Sutter zum Hochwasserschutz.

Sämtliche im Zusammenhang mit diesem Projekt anfallende Kosten werden vom Kanton getragen. Die Beleuchtung in der Unterführung werde ebenfalls erneuert und verbessert, sagt Sutter. Anstelle von Bsetzisteinen gibts auf den seitlichen Rampen Walzasphalt.

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