Brugg
Neue Sitztreppe in der Hofstatt: Alle sind eingeladen, das Provisorium zu testen

Vorerst als Provisorium aus hellem Holz und später aus Katzenkopf-Pflastersteinen gefasst mit Muschelkalkstein: So präsentiert sich die Sitzanlage beim Salzhaus, mit der die Hofstatt aufgewertet werden soll und die am Mittwochabend eingeweiht wurde. Die Projektverantwortlichen hoffen auf konstruktive Rückmeldungen, um das Vorhaben zu optimieren.

Claudia Meier
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Einweihung des Sitztreppe-Provisoriums (v. l.): Anna Läser, Naef Landschaftsarchitekten, Stadtammann Barbara Horlacher, Stadtplanerin und Projektleiterin Bigna Lüthy, Jörg Steinhardt von Planung und Bau sowie Dominic Church, Präsident Quartierverein Altstadt und Umgebung.

Einweihung des Sitztreppe-Provisoriums (v. l.): Anna Läser, Naef Landschaftsarchitekten, Stadtammann Barbara Horlacher, Stadtplanerin und Projektleiterin Bigna Lüthy, Jörg Steinhardt von Planung und Bau sowie Dominic Church, Präsident Quartierverein Altstadt und Umgebung.

Bild: Claudia Meier

Was vor Jahren als Wunsch geäussert, aus Kostengründen verschoben, Anfang Mai installiert und am Mittwochabend eingeweiht wurde, steht nun allen vorerst als Provisorium zur Verfügung: die Sitzanlage beim Salzhaus. Damit soll die Aufenthaltsqualität in der Brugger Hofstatt zunehmen.

Infotafel mit dem QR-Code.

Infotafel mit dem QR-Code.

Bild: Claudia Meier

Für das 1:1-Modell aus sägerauem Holz wurden die Kosten von 10'000 Franken im Budget 2021 eingestellt. Die Anlage dient dazu, um Dimension, Form, Funktion und Wirkung auf die Umgebung zu überprüfen. Über einen QR-Code auf dem am Geländer befestigten Plakat kann man an einer Umfrage teilnehmen, um das definitive Bauvorhaben zu optimieren. Klar ist bereits, dass der vom Provisorium abgedeckte Wasserhydrant bei der definitiven Umsetzung des Projekts verschoben würde.

Zudem führen Anwohner eine Art Tagebuch, um festzuhalten, wie die Sitzanlage etwa von Passanten oder Hochzeitsgästen, die sich in der Hofstatt aufhalten, angenommen wird. Werden mehr Zigarettenstummel herumliegen? Gibt es ein Littering? Für was und wann wird die Sitztreppe am häufigsten genutzt? Das sind nur einige der wichtigsten Fragen, die am nächsten Workshop Ende Juni / Anfang Juli beantwortet werden sollen.

Der Einwohnerrat entscheidet im Herbst über den Baukredit

Nach der Auswertung der Rückmeldungen soll im Herbst dem Einwohnerrat der Baukredit für die Aufwertung der Hofstatt beantragt werden. So könnte das Projekt im Frühjahr 2022 umgesetzt werden. Von der Materialisierung her soll die Anlage wie der Sockel des Hofstatt-Brunnens daherkommen, mit Muschelkalkstein gefasst und mit Katzenkopf-Pflastersteine ausgefüllt. Neben der Treppenanlage beinhaltet das Projekt eine Begrünung des verbleibenden Geländers, die Montage einer neuen Langbank auf der Kanzel vor dem Salzhaus sowie eine Rundbank um die bestehende Linde rechts davon.

Das 1:1-Modell soll später durch einen definitiven Bau ersetzt werden.

Das 1:1-Modell soll später durch einen definitiven Bau ersetzt werden.

Bild: Claudia Meier

Bei der Einweihung am Mittwochabend erwähnte Stadtammann Barbara Horlacher (Grüne) nochmals, wie diese Aufwertungsmassnahme ins Altstadtentwicklungsleitbild einfloss und über den runden Tisch Altstadt sowie in Workshops in die Umsetzungsphase gelangte.

Die Projektleitung haben Bruggs Stadtplanerin Bigna Lüthy und Anna Läser von der Naef Landschaftsarchitekten GmbH inne. Präsident Dominic Church vom Quartierverein Altstadt und Umgebung zeigte sich erfreut über das sorgfältige Vorgehen und dankte allen Beteiligten. Unter den Gästen, die von der Stadt Brugg zu einem Apéro eingeladen wurden, waren Mitglieder des Quartiervereins, Workshop-Teilnehmende, Bauberater Heiko Dobler von der Kantonalen Denkmalpflege und FDP-Stadtrat Reto Wettstein (Ressortverantwortlicher Planung und Bau).

Anregungen und Eindrücke können Stadtplanerin Bigna Lüthy auch per E-Mail an bigna.luethy@brugg.ch zurück gemeldet werden.