Generalversammlung
Wohnbaugenossenschaft Brugg-Windisch mit neuem Präsidium

Emil Inauen, der langjährige Präsident der Wohnbaugenossenschaft Brugg-Windisch, hielt nach 14 Jahren an der Spitze jetzt seine letzte GV ab. Zu seinem Nachfolger wählten die Genossenschafter Marcel Frauchiger aus Scherz. Auch weitere Vorstandsmitglieder wurden in der Campus-Mensa der Fachhochschule neu gewählt.

Irene Hung-König
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Emil Inauen (Mitte) mit den neuen Vorstandsmitgliedern Gabriela Lenherr, Marcel Frauchiger, Daniela Winter und Denis Downey (von links).

Emil Inauen (Mitte) mit den neuen Vorstandsmitgliedern Gabriela Lenherr, Marcel Frauchiger, Daniela Winter und Denis Downey (von links).

Irene Hung-König / Aargauer Zeitung

14 Jahre lang amtete Emil Inauen als Präsident der Wohnbaugenossenschaft Brugg-Windisch (WBG). «Seine herzliche, fürsorgliche, aber auch bestimmte Art machte ihn zu dem Präsidenten, der von allen respektiert und geschätzt wurde», lobten ihn seine Vorstandskollegen. An der 65. Generalversammlung in der Campus-Mensa der Fachhochschule führte Inauen zum letzten Mal mit viel Witz aber auch Akribie durch den Abend. Eigentlich wollte er schon vor eineinhalb Jahren abtreten, doch dann kam Corona dazwischen. Der gebürtige Appenzeller sagte zu den 80 lachenden Stimmberechtigten:

«Ich hatte zu diesem Anlass eine Appenzeller Musik gebucht und musste dreimal absagen. Jetzt gibt’s halt keine Musik.»

Einiges zu tun gab es an der Generalversammlung. Verschiedene Vorstandsmitglieder wurden neu gewählt, darunter der vierte Präsident der Genossenschaftsgeschichte. Der frisch Pensionierte Marcel Frauchiger aus Scherz erklärte, er wolle sein Wissen einsetzen für eine gute Sache. «Ich sah bei meinen Kindern, wie lange sie nach günstigem Wohnraum suchten.» Das Ziel der WBG sei es, preisgünstige Wohnungen mit Lebensqualität für Menschen aller Gesellschaftsschichten anzubieten. Die Genossenschaft unterhält die Anlagen «Am Rain» und «Weiermattring» in Brugg sowie «Kornfeld» in Windisch.

Mit Gabriela Lenherr wurde eine neue Finanzverwalterin gewählt. Sie mache gerne Mandate, sagte sie. Und schob nach:

«Ich kenne die Immobilien und Genossenschaften sehr gut, möchte etwas erreichen können und in die digitale Zukunft führen.»

Das genossenschaftliche Leben hat es Daniela Winter angetan, die für das Soziale zuständig ist. Mit Denis Downey wurde zudem ein interner Revisor neu gewählt. Ebenfalls im Vorstand mit dabei ist Thomas Ruh als Leiter Technik für die Liegenschaft «Kornfeld». Er löst Günter Schumacher ab, der während 33 Jahren im «Kornfeld» für die Haustechnik, aber auch für die Umgebung zuständig war.

Für gemeinnützige Arbeit geehrt

Nebst Günter Schumacher dankte Inauen auch Finanzchef Edi Zimmermann, der während dreier Jahre die Geschicke der WBG in finanzieller Hinsicht begleitete. Für 40 Jahre Reparaturarbeiten im «Kornfeld» wurde Klaus Mier geehrt. Für ihre Verdienste wurden auch Protokollführerin Maria Andreou und Iris Gerber geehrt; Letztere für 25 Jahre im Bereich Vermietungen. Die Aktivitäten und Charakterzüge der verschiedenen Personen hob Inauen in Versform hervor.

Keine Alterslimite von 75 Jahren für Vorstandsmitglieder

Die Versammlung hatte nebst dem Jahresbericht und der Jahresrechnung auch über einen Antrag zu befinden, der eine Alterslimite von 75 Jahren für Vorstandsmitglieder vorsah, um Platz für Junge zu schaffen. Inauen sagte dazu: «Es gibt Leute, die mit 65 ausgepowert sind, 80-Jährige dagegen sind taufrisch. Es ist wichtig, eine gute Durchmischung im Vorstand zu haben. Es ist schwierig, Leute zu finden.» Die Stimmberechtigten lehnten den Antrag ab, auch den Zusatz für eine Alterslimite von 80 Jahren.

Windischs Vizepräsidentin Rosi Magon schenkt Emil Inauen zum Abschied einen Appenzeller Biberfladen.

Windischs Vizepräsidentin Rosi Magon schenkt Emil Inauen zum Abschied einen Appenzeller Biberfladen.

Irene Hung-König / Aargauer Zeitung

Zum Ende der Versammlung wurde Inauen für seine Arbeit geehrt. Windischs Vizepräsidentin Rosi Magon dankte zunächst dem Vorstand für den Einsatz im Bereich gemeinnütziger Wohnungsbau, der enorm wichtig sei für den Wohnungsmix und das Zusammenleben in der Gemeinde. An Inauen gewandt sagte sie:

«Das Urgestein des Alpsteins hat es nach Windisch verschlagen. Ich kenne Emil Inauen schon lange, er war Gemeinderat und hat sich für die Heilpädagogische Schule eingesetzt.»

Das Mitgestalten und Mitbestimmen für eine Gemeinschaft liege Inauen im Blut. Zum Dank überreichte sie ihm einen Appenzeller Biberfladen. Inauen bedankte sich, verlas das Menu und wünschte dem neuen Vorstand viel Erfolg.

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