Brugg

Brugger Einwohnerrat ringt um Geld für Informatik-Infrastruktur

Die Informatik-Infrastruktur der Stadt Brugg ist veraltet (Symbolbild).

Die Informatik-Infrastruktur der Stadt Brugg ist veraltet (Symbolbild).

Mehr als 900'000 Franken: Für so viel Geld will die Stadt Brugg bei der Informatik aufrüsten. Das führte zu Diskussionen im Einwohnerrat am Freitagabend.

Die erste Brugger Einwohnerratssitzung dieses Jahres startete mit der Inpflichtnahme von Nadine Christen (CVP), Rudolf Füchslin (FDP), Peter Knecht (FDP), Emanuel Heer (SP), Barbara Müller-Hefti (EVP) und André Schwarz (SVP). Im Anschluss sicherte der Einwohnerrat insgesamt 16 Einbürgerungswilligen das Bürgerrecht der Stadt Brugg zu.

So richtig debattiert wurde dann bezüglich ICT-Backend-Infrastruktur der Stadt. Die Einwohnerratsfraktionen – insgesamt waren 46 von 50 Mitgliedern anwesend - rangen um die beiden Kredite für die Erneuerung der ICT-Backend-Infrastruktur. Diese ist völlig veraltet, seit Jahren wurde nichts mehr investiert. Der SVP und der FDP waren die angegebenen Kosten allerdings zu hoch.

SVP und FDP kritisierten die hohen Kosten

Der Stadtrat beantragte für die Erneuerung der Infrastruktur einen Verpflichtungskredit von 903'000 Franken sowie für die Miete von Racks in einem Datacenter jährlich wiederkehrende Mietausgaben in der Höhe von 43'000 Franken. "Wir beantragen heute Abend viel Geld, dessen sind wir uns bewusst", sagte Stadtammann Barbara Horlacher. Das Projekt sei aber von immenser Wichtigkeit. Auch darum, weil die Stadt Brugg dabei nicht völlig unabhängig sei. Sowohl der Bund als auch der Kanton Aargau treiben die Digitalisierung der Verwaltung weiter voran. Dadurch erhöht sich der Handlungsdruck bei den Gemeinden.

Jürg Hunziker von der FDP stellte dennoch aufgrund der hohen veranschlagten Kosten einen Rückweisungsantrag, kam damit aber - trotz Unterstützung durch die SVP - nicht durch im Stadtparlament. Das Resultat fiel mit 21 Ja- zu 25 Nein-Stimmen allerdings knapp aus. 

Stadtrat nimmt mehrere Postulate entgegen

Anschliessend stellte er zwei Änderungsanträge zur Reduktion der veranschlagten Kosten auf 635'000 Franken (Verpflichtungskredit für Erneuerung) respektive auf 31'200 Franken (jährliche Mietkosten). Trotz Unterstützung seitens der SVP hatten auch diese beiden Anträge keine Chance. In der Schlussabstimmung sagte der Einwohnerrat mit 34 zu 10 Stimmen deutlich Ja zu den Anträgen des Stadtrats zur Erneuerung der ICT-Backend-Infrastruktur.

Weiter wurden am Freitagabend folgende Postulate vom Stadtrat entgegengenommen: Aktive und umfassende Information über die Trinkwasserqualität sowie Biodiversität für Brugg (Martin Brügger, SP), Verkehrsführung Bodenackerquartier (Barbara Geissmann, CVP), Verkehrsführung Westquartier, Altenburg und Zubringer Unteres Aaretal (Walter Krenn und Serge Läderach, FDP).

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